Regression – Bedeutung in der Medizin
Regression bezeichnet in der Medizin das Rückbilden von Symptomen, Tumoren oder Krankheiten. Erfahren Sie mehr über Ursachen und klinische Bedeutung.
Wissenswertes über "Regression"
Regression bezeichnet in der Medizin das Rückbilden von Symptomen, Tumoren oder Krankheiten. Erfahren Sie mehr über Ursachen und klinische Bedeutung.
Was ist Regression?
Der Begriff Regression stammt vom lateinischen Wort regressus (Rückkehr) und beschreibt in der Medizin die Rückbildung oder Abnahme von Krankheitszeichen, Tumoren oder pathologischen Veränderungen. Die Regression kann spontan auftreten oder als Folge einer Behandlung einsetzen. Je nach medizinischem Fachgebiet wird der Begriff in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet.
Regression in der Onkologie
In der Krebsmedizin (Onkologie) bezeichnet Regression die Verkleinerung oder das vollständige Verschwinden eines Tumors. Man unterscheidet dabei verschiedene Grade:
- Partielle Regression (PR): Der Tumor verkleinert sich um mindestens 30 % gegenüber dem Ausgangswert.
- Vollständige Regression (Complete Response, CR): Es sind keine messbaren Tumorreste mehr nachweisbar.
- Spontane Regression: Ein sehr seltenes Phänomen, bei dem ein bösartiger Tumor ohne spezifische Behandlung zurückgeht.
Die Einschätzung des Ansprechens auf eine Krebstherapie erfolgt häufig nach standardisierten Kriterien wie den RECIST-Kriterien (Response Evaluation Criteria in Solid Tumors).
Regression in der Dermatologie
In der Dermatologie, insbesondere beim malignen Melanom, beschreibt Regression den Bereich innerhalb eines Tumors, in dem Tumorzellen durch das Immunsystem des Körpers abgebaut wurden. Diese Regressionszonen können ein Hinweis auf eine immunologische Reaktion sein, können aber auch die Beurteilung der Tumordicke erschweren.
Regression in der Neurologie und Entwicklungsmedizin
Im neurologischen und entwicklungsmedizinischen Kontext bezeichnet Regression den Verlust bereits erworbener Fähigkeiten. Kinder, die zuvor bestimmte motorische, sprachliche oder soziale Fähigkeiten beherrschten, können diese unter bestimmten Umständen wieder verlieren. Ursachen können sein:
- Neurologische Erkrankungen (z. B. Epilepsien, neurodegenerative Erkrankungen)
- Psychische Belastungen oder Traumata
- Rett-Syndrom oder andere genetisch bedingte Entwicklungsstörungen
Regression in der Psychologie und Psychiatrie
In der Psychologie bezeichnet Regression ein Abwehrmechanismus, bei dem eine Person unter Stress oder in Konfliktsituationen auf ein früheres, kindlicheres Verhaltensniveau zurückfällt. Dieser Begriff geht auf die psychoanalytische Theorie von Sigmund Freud zurück. Regression in diesem Sinne kann vorübergehend und normal sein, etwa bei starker Belastung, oder auf eine tiefgreifende psychische Störung hinweisen.
Regression in der Statistik und Medizinforschung
In der medizinischen Statistik bezeichnet Regression ein mathematisches Verfahren, mit dem Zusammenhänge zwischen Variablen analysiert werden. Die sogenannte Regressionsanalyse wird genutzt, um Risikofaktoren für Erkrankungen zu identifizieren, Therapieergebnisse vorherzusagen oder den Einfluss verschiedener Faktoren auf einen Gesundheitsparameter zu untersuchen. Bekannte Methoden sind die lineare Regression und die logistische Regression.
Klinische Bedeutung
Das Konzept der Regression ist in zahlreichen medizinischen Fachgebieten von Bedeutung. Die genaue Interpretation hängt immer vom jeweiligen klinischen Kontext ab. Während eine Tumorregression in der Onkologie ein erwünschtes Therapieziel darstellt, kann eine Entwicklungsregression beim Kind ein Warnsignal sein, das weitere diagnostische Abklärung erfordert.
Quellen
- Eisenhauer, E.A. et al. - New response evaluation criteria in solid tumours: Revised RECIST guideline (version 1.1). European Journal of Cancer, 2009.
- Stedman's Medical Dictionary, 28th Edition. Lippincott Williams & Wilkins, 2006.
- World Health Organization (WHO) - Classification of Tumours, 5th Edition. IARC Press, 2019.
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