Aknenarben: Ursachen, Typen & Behandlung
Aknenarben entstehen nach schwerer oder schlecht behandelter Akne und hinterlassen bleibende Veränderungen der Haut. Erfahren Sie mehr über Ursachen, Typen und Behandlungsmöglichkeiten.
Wissenswertes über "Aknenarbe"
Aknenarben entstehen nach schwerer oder schlecht behandelter Akne und hinterlassen bleibende Veränderungen der Haut. Erfahren Sie mehr über Ursachen, Typen und Behandlungsmöglichkeiten.
Was ist eine Aknenarbe?
Eine Aknenarbe ist eine dauerhafte Veränderung der Hautstruktur, die nach dem Abheilen entzündlicher Aknepickel entsteht. Wenn Aknepickel, vor allem tiefe Zysten und Knoten, die Kollagenstruktur der Haut schädigen, kann der Heilungsprozess zur Narbenbildung führen. Aknenarben betreffen viele Menschen weltweit und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Ursachen und Entstehung
Aknenarben entstehen, wenn die Entzündung einer Aknepustel so tief in die Haut eindringt, dass das umliegende Gewebe beschädigt wird. Der Körper versucht, diesen Schaden durch die Produktion von Kollagen zu reparieren. Wird zu viel Kollagen produziert, entstehen erhabene Narben; wird zu wenig produziert, bilden sich eingesunkene Narben.
- Schwere, entzündliche Akne (Knoten- oder Zystenakne)
- Ausdrücken oder Manipulieren von Pickeln
- Genetische Veranlagung zur Narbenbildung
- Verzögerte oder unzureichende Behandlung der Akne
Typen von Aknenarben
Eingesunkene Narben (atrophe Narben)
Diese häufigste Form entsteht durch Verlust von Hautgewebe. Man unterscheidet drei Untertypen:
- Eisenbach-Narben (Ice-Pick-Narben): Tiefe, schmale, spitz zulaufende Narben
- Boxcar-Narben: Breite, flache Vertiefungen mit scharfen Rändern
- Rolling-Narben: Wellenartige, flache Vertiefungen mit weichen Rändern
Erhabene Narben (hypertrophe und keloide Narben)
Hypertrophe Narben sind erhabene Narben, die sich auf die ursprüngliche Wundfäche beschränken. Keloide hingegen wachsen über die ursprüngliche Wundfläche hinaus und können größer werden als der ursprüngliche Pickel.
Pigmentveränderungen
Nach Akne entstehen häufig auch rötliche oder bräunliche Verfärbungen der Haut, die sogenannte Post-inflammatorische Hyperpigmentierung (PIH). Diese sind keine echten Narben, sondern temporäre Pigmentveränderungen, die sich mit der Zeit zurückbilden können.
Diagnose
Die Diagnose von Aknenarben erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung durch einen Dermatologen (Hautarzt). Der Arzt beurteilt den Narbentyp, die Tiefe, die Ausdehnung und die Hautstruktur, um die am besten geeignete Behandlung zu empfehlen. In manchen Fällen wird eine Dermatoskopie eingesetzt, um die Hautstruktur detaillierter zu beurteilen.
Behandlungsmöglichkeiten
Es gibt eine Vielzahl von Behandlungsoptionen für Aknenarben. Die Wahl der Therapie hängt vom Narbentyp, der Hautfarbe und dem Schweregrad ab.
Laserbehandlungen
Laserverfahren wie der fraktionierte CO2-Laser oder der Erbium-Laser stimulieren die Kollagenproduktion und verbessern die Hautstruktur. Sie gelten als eine der wirksamsten Methoden bei atrophen Narben.
Mikroneedling
Beim Mikroneedling werden feine Nadeln eingesetzt, um kontrollierte Mikroverletzungen in der Haut zu erzeugen. Dies regt die natürliche Kollagenproduktion an und kann das Erscheinungsbild von Narben deutlich verbessern.
Chemisches Peeling
Bei einem chemischen Peeling werden säurehaltige Lösungen (z. B. Glykolsaure, Trichloressigsäure) auf die Haut aufgetragen, um die oberste Hautschicht abzutragen und die Hauterneuerung anzuregen.
Dermabrasion und Mikrodermabrasion
Bei der Dermabrasion wird die Haut maschinell abgeschliffen, um unregelmäßige Narbenstrukturen zu glätten. Die schonendere Mikrodermabrasion eignet sich besonders für leichtere Pigmentveränderungen und oberflächliche Unebenheiten.
Unterspritzung und Füllstoffe
Dermale Füllstoffe wie Hyaluronsäure können eingesunkene Narben temporär auffüllen und das Hautbild glätten. Diese Methode wirkt sofort, muss aber regelmäßig wiederholt werden.
Kortikosteroid-Injektionen
Für hypertrophe Narben und Keloide werden häufig Kortikosteroid-Injektionen eingesetzt, die das überschießende Narbengewebe abflachen können.
Topische Präparate
Produkte mit Retinol, Vitamin C, Niacinamid oder Azelainsaure können die Hauterneuerung fördern und Pigmentveränderungen aufhellen, sind jedoch weniger wirksam bei tiefen Narben.
Vorbeugung
Die beste Strategie gegen Aknenarben ist die frühzeitige und konsequente Behandlung von Akne. Folgende Maßnahmen helfen, Narbenbildung zu vermeiden:
- Pickel nicht ausdrücken oder manipulieren
- Frühzeitige dermatologische Behandlung bei Akne
- Konsequenten Sonnenschutz anwenden, da UV-Strahlung Narben und Pigmentveränderungen verstärken kann
- Entzündliche Akne mit geeigneten Medikamenten behandeln lassen
Quellen
- Fabbrocini, G. et al. - Acne Scars: Pathogenesis, Classification and Treatment. In: Dermatology Research and Practice, 2010.
- Tan, J. et al. - Acne scarring: A review of current treatment options. In: Journal of the American Academy of Dermatology, 2017.
- Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) - Leitlinie zur Therapie der Akne, AWMF-Registernummer 013-017, 2022.
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