Selbstwert – Definition, Bedeutung & Stärkung
Selbstwert beschreibt, wie positiv oder negativ eine Person sich selbst bewertet. Ein gesunder Selbstwert ist wichtig für psychisches Wohlbefinden und Lebensqualität.
Wissenswertes über "Selbstwert"
Selbstwert beschreibt, wie positiv oder negativ eine Person sich selbst bewertet. Ein gesunder Selbstwert ist wichtig für psychisches Wohlbefinden und Lebensqualität.
Was ist Selbstwert?
Der Selbstwert beschreibt die innere Bewertung, die eine Person über sich selbst hat. Er umfasst, wie sehr jemand sich als wertvoll, kompetent und liebenswert einschätzt. Der Selbstwert ist kein festes Merkmal, sondern kann sich im Laufe des Lebens verändern und wird durch Erfahrungen, soziale Beziehungen und persönliche Überzeugungen beeinflusst.
In der Psychologie wird zwischen globalem Selbstwert (dem allgemeinen Gefühl des Eigenwerts) und bereichsspezifischem Selbstwert (z. B. im Beruf oder in sozialen Beziehungen) unterschieden. Ein stabiler und gesunder Selbstwert gilt als wichtige Grundlage für psychische Gesundheit.
Einflussfaktoren auf den Selbstwert
Der Selbstwert wird durch verschiedene innere und äußere Faktoren geprägt:
- Kindheitserfahrungen: Liebevolle, unterstützende Erziehung fördert einen gesunden Selbstwert, während Ablehnung oder übermäßige Kritik ihn schwächen kann.
- Soziale Vergleiche: Der Vergleich mit anderen Menschen, z. B. in sozialen Medien, kann das Selbstwertgefühl beeinflussen.
- Eigene Erfolge und Misserfolge: Persönliche Leistungen und Rückschläge prägen das Bild, das wir von uns selbst haben.
- Körperliche Gesundheit: Chronische Erkrankungen oder körperliche Einschränkungen können den Selbstwert belasten.
- Soziale Unterstützung: Positive Beziehungen zu Familie, Freunden oder einem Partner stärken das Gefühl des Eigenwerts.
Niedriger Selbstwert: Symptome und Folgen
Ein niedriger Selbstwert zeigt sich in verschiedenen Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen:
- Ausgepragtes Selbstzweifel und negative Selbstgedanken
- Angst vor Ablehnung oder Versagen
- Schwierigkeiten, eigene Bedürfnisse zu äußern oder Grenzen zu setzen
- Rückzug aus sozialen Situationen
- Starke Abhängigkeit von der Anerkennung anderer
- Neigung zu Perfektionismus oder übermäßiger Selbstkritik
Langfristig kann ein niedriger Selbstwert das Risiko für psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Esstörungen erhöhen.
Hoher und überhöhter Selbstwert
Ein gesund hoher Selbstwert ist stabil, realistisch und von innerer Sicherheit geprägt. Er erlaubt es, Fehler anzuerkennen, ohne das Gefühl des Eigenwerts zu verlieren. Davon abzugrenzen ist ein überhöhter Selbstwert, der sich z. B. bei narzisstischen Persönlichkeitszügen zeigt und mit mangelnder Empathie sowie einem fragilen, leicht kränkbaren Selbstbild verbunden sein kann.
Selbstwert stärken: Möglichkeiten und Therapieansätze
Es gibt verschiedene Wege, den eigenen Selbstwert zu stärken:
- Kognitive Verhaltenstherapie (KVT): Negative Denkmuster werden erkannt und durch realistischere, positivere Gedanken ersetzt.
- Schematherapie: Tief verwurzelte, frühkindliche Glaubenssätze werden aufgearbeitet, die den Selbstwert belasten.
- Achtsamkeit und Selbstmitgefühl: Das bewusste Wahrnehmen eigener Gefühle ohne Selbstkritik kann das Selbstwertgefühl nachhaltig verbessern.
- Positive Verstärkung: Das aktive Wahrnehmen eigener Stärken und Erfolge fördert ein positives Selbstbild.
- Soziale Unterstützung: Der Aufbau fürsorglicher Beziehungen stärkt das Gefühl, wertvoll und geliebt zu sein.
Bei einem stark ausgeprägten niedrigen Selbstwert, der das Alltagsleben erheblich beeinträchtigt, empfiehlt sich die Unterstützung durch eine psychologische Fachkraft oder eine Psychotherapie.
Selbstwert und psychische Gesundheit
Zahlreiche Studien belegen den engen Zusammenhang zwischen Selbstwert und psychischer Gesundheit. Ein positives Selbstwertgefühl wirkt als Schutzfaktor gegen Stress, fördert die Resilienz (psychische Widerstandsfähigkeit) und trägt zu einem erfüllten, zufriedenen Leben bei. Die Förderung des Selbstwerts ist daher nicht nur in der klinischen Psychologie, sondern auch in der Prävention und Gesundheitsförderung ein zentrales Thema.
Quellen
- Rosenberg, M. (1965). Society and the Adolescent Self-Image. Princeton University Press.
- Baumeister, R. F., Campbell, J. D., Krueger, J. I., & Vohs, K. D. (2003). Does High Self-Esteem Cause Better Performance, Interpersonal Success, Happiness, or Healthier Lifestyles? Psychological Science in the Public Interest, 4(1), 1–44.
- World Health Organization (WHO). (2004). Promoting Mental Health: Concepts, Emerging Evidence, Practice. WHO Press, Geneva.
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