Spiegelung (Endoskopie) – Ablauf, Arten & Risiken
Eine Spiegelung (Endoskopie) ist eine medizinische Untersuchung, bei der Körperhohlräume mit einer Kamera betrachtet werden. Sie dient der Diagnose und Behandlung vieler Erkrankungen.
Wissenswertes über "Spiegelung"
Eine Spiegelung (Endoskopie) ist eine medizinische Untersuchung, bei der Körperhohlräume mit einer Kamera betrachtet werden. Sie dient der Diagnose und Behandlung vieler Erkrankungen.
Was ist eine Spiegelung?
Eine Spiegelung, medizinisch auch als Endoskopie bezeichnet, ist ein diagnostisches und therapeutisches Verfahren, bei dem innere Körperhohlräume, Organe oder Hohlorgane mithilfe eines optischen Instruments – dem Endoskop – direkt betrachtet werden können. Das Endoskop ist ein dünner, flexibler oder starrer Schlauch, der mit einer Lichtquelle und einer winzigen Kamera ausgestattet ist. Die übertragenen Bilder werden auf einem Monitor dargestellt.
Spiegelungen werden in nahezu allen medizinischen Fachbereichen eingesetzt, darunter Gastroenterologie, Pulmologie, Gynäkologie, Urologie und HNO-Heilkunde.
Arten der Spiegelung
Je nach untersuchtem Körperbereich unterscheidet man verschiedene Formen der Spiegelung:
- Gastroskopie: Spiegelung der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms (obere Magenspiegelung)
- Koloskopie: Spiegelung des Dickdarms (Darmspiegelung)
- Bronchoskopie: Spiegelung der Atemwege und der Lunge
- Zystoskopie: Spiegelung der Harnblase
- Laparoskopie: Bauchspiegelung, bei der Bauchhöhle und Organe inspiziert werden
- Arthroskopie: Gelenkspiegelung
- Kolposkopie / Hysteroskopie: Spiegelung von Gebärmutterhals bzw. Gebärmutterhöhle
- Laryngoskopie / Rhinoskopie: Spiegelung von Kehlkopf bzw. Nasenhohlraum
Wann wird eine Spiegelung durchgeführt?
Eine Spiegelung wird aus verschiedenen Gründen angeordnet:
- Abklärung unklarer Beschwerden wie Bauchschmerzen, Schluckbeschwerden oder Blutungen
- Krebsvorsorge, zum Beispiel Darmspiegelung ab dem 50. Lebensjahr
- Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) zur feingeweblichen Untersuchung
- Therapie, z. B. Entfernung von Polypen, Stillung von Blutungen oder Erweiterung von Engstellen
- Kontrolle bekannter Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Magengeschwüren
Vorbereitung und Ablauf
Die Vorbereitung hängt von der Art der Spiegelung ab. Bei einer Darmspiegelung ist eine spezielle Darmreinigung am Vortag notwendig. Bei einer Magenspiegelung muss der Patient nüchtern erscheinen. In vielen Fällen wird eine leichte Sedierung oder ein Schlafmittel angeboten, um den Eingriff angenehmer zu gestalten.
Während der Untersuchung führt der Arzt das Endoskop vorsichtig in den Körper ein und betrachtet die Schleimhäute und Strukturen auf dem Monitor. Je nach Befund können direkt Gewebeproben entnommen oder therapeutische Maßnahmen durchgeführt werden.
Risiken und Nebenwirkungen
Spiegelungen gelten als sichere Verfahren, können aber wie jeder medizinische Eingriff mit Risiken verbunden sein:
- Leichte Blutungen, besonders nach Biopsie oder Polypenabtragung
- Seltene Verletzungen der untersuchten Organe (Perforation)
- Unverträglichkeiten auf Sedierungsmittel
- Infektionen (sehr selten bei sachgemäßer Hygiene)
Das Ärzteteam klärt den Patienten vor dem Eingriff ausführlich über Nutzen und Risiken auf.
Nachsorge
Nach einer Spiegelung mit Sedierung darf der Patient aufgrund der Möglichkeit einer Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit nicht selbst Auto fahren. Leichte Blähungen oder ein Druckgefühl nach einer Darmspiegelung sind normal und verschwinden bald. Die Ergebnisse der Untersuchung werden meist direkt im Anschluss besprochen.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS): Leitlinien zur Endoskopie, www.dgvs.de
- Robert Koch-Institut (RKI): Krebsprävention und Früherkennung – Darmkrebs, www.rki.de
- Herold, G. et al.: Innere Medizin 2023. Eigenverlag, Köln 2023.
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