Aktuelle Rückrufe rund um Gewürze und Kichererbsenmehl sorgen für Verunsicherung in vielen Küchen. Besonders im Fokus stehen ein Gewürz-Rückruf wegen möglicher Fremdkörper sowie ein Rückruf von Kichererbsenmehl aufgrund von Pestizidrückständen.
Rückruf bei Gewürzen: Mögliche Glassplitter als Risiko
Laut Berichten handelt es sich bei dem aktuellen Gewürz-Rückruf um ein Produkt, bei dem mögliche Glassplitter festgestellt wurden. Dadurch besteht ein akutes Verletzungsrisiko beim Verzehr. Da Gewürze häufig direkt über fertige Speisen gestreut werden, können mögliche Fremdkörper ohne weitere Erhitzung oder Verarbeitung aufgenommen werden. Verbraucher sollten betroffene Produkte keinesfalls weiterverwenden. Auch ein Aussortieren sichtbarer Partikel ist nicht sicher, da kleine Splitter oft nicht erkennbar sind.
Rückruf von Kichererbsenmehl: Pestizidnachweis
Auch Kichererbsenmehl ist betroffen. Laut Produktwarnung wurde das Produkt SCHANI Gram Flour / Kichererbsenmehl in bestimmten Chargen zurückgerufen. Grund ist der Nachweis von Chlorpyrifos, einem in der EU nicht zugelassenen Pflanzenschutzmittel. Betroffen sind 1-kg- und 2-kg-Packungen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 04/2027 und der LOT-Nummer KIE028. Vom Verzehr wird ausdrücklich abgeraten. Zusätzlich berichtet auch der Merkur über den Rückruf und die Hintergründe.
Gesundheitsrisiken im Vergleich
Die Risiken unterscheiden sich deutlich: Glassplitter verursachen sofortige Verletzungen, während Pestizide eher langfristige Schäden (z.B. Organschäden, Krebsrisiko) bergen. Verschlucken von Glassplittern kann zu Schnittverletzungen im Mund-, Rachen- und Magen-Darm-Bereich führen. Das Pestizid Chlorpyrifos ist daneben neurotoxisch. Es steht im Verdacht, das Nervensystem und die Gehirnentwicklung – insbesondere bei Kindern – zu beeinträchtigen. Die tatsächliche gesundheitliche Relevanz hängt von Menge, Häufigkeit und individueller Empfindlichkeit ab.
Was Verbraucher jetzt tun sollten
Betroffene Produkte sollten anhand von Produktname, Charge und Mindesthaltbarkeitsdatum überprüft werden. Stimmen die Daten mit offiziellen Rückrufen überein, darf das Produkt nicht mehr verwendet werden. Rückgaben sind in der Regel im Handel möglich.
Offizielle Lebensmittelwarnungen sind zentral abrufbar über: lebensmittelwarnung.de
Fazit: Lebensmittelwarnungen checken
Die aktuellen Rückrufe zeigen die Bandbreite möglicher Risiken in Lebensmitteln, von mechanischen Gefahren bis hin zu chemischen Rückständen. Entscheidend ist, Rückrufmeldungen ernst zu nehmen, Produkte zu prüfen und im Zweifel nicht zu konsumieren.
Quellen
Bundesweiter Gewürz-Rückruf wegen Glassplittern: Hersteller wendet sich an Kunden – „Erstickungsgefahr“. (2026, 3. Mai). https://www.hna.de/verbraucher/zu-konkreter-handlung-gewuerz-rueckruf-hersteller-raet-kunden-zr-94283465.html
https://www.lebensmittelwarnung.de/DE/Home/home_node.html
Redaktion. (2026, 30. April). Rückruf: Pestizid – Global Foods Trading ruft SCHANI Kichererbsenmehl zurück. Produktwarnungen - Produktrückrufe und Verbraucherwarnungen. https://www.produktwarnung.eu/2026/04/30/rueckruf-pestizid-global-foods-trading-ruft-schani-kichererbsenmehl-zurueck/37893