Health Nerds Podcast – Die Bedeutung von Regelmäßigkeit für den Biorhythmus
Viele Fragen haben uns erreicht zur aktuellen Podcast-Episode: „Biorhythmus: Der Taktgeber unserer Gesundheit”.
Hier in der HEALTH NERDS Sprechstunde beantworten unsere Experten aus dem artgerecht Wissenschaftsteam Eure Fragen:
Kann man ausgefallenen Schlaf „nachholen”?
Eine weitere häufig gestellte Frage betrifft den nachträglichen Ausgleich von Schlaf. Viele Menschen fragen sich, ob es möglich ist, den Schlaf, den man in der Woche versäumt hat, am Wochenende nachzuholen. Experten erklären, dass der Körper tatsächlich von zusätzlichem Schlaf profitieren kann, aber dies nicht den gesamten Schlafmangel ausgleichen kann.
Der nachgeholte Schlaf hilft dabei, das Gleichgewicht zu stabilisieren, jedoch ist eine regelmäßige Schlafroutine für die langfristige Gesundheit entscheidend. Zu viel nachgeholter Schlaf kann wiederum das natürliche Schlafmuster durcheinanderbringen.
Gibt es Chronotypen wirklich?
Chronotypen, also die Vorstellung, dass Menschen verschiedene biologische Rhythmen haben, wurden in den letzten Jahren viel diskutiert. Es gibt Menschen, die sich morgens fitter fühlen (frühe Vögel), und andere, die nachts produktiver sind (Nachteulen).
Tatsächlich gibt es wissenschaftliche Belege dafür, dass der Biorhythmus eines Menschen, der sich in einem bestimmten Zeitfenster besser anpasst, genetisch bedingt sein kann. Die Anpassung des Körpers an seine bevorzugte Tageszeit ist real und hängt mit verschiedenen Faktoren wie der Produktion von Melatonin und Cortisol zusammen.
Ist unser Biorhythmus genetisch verankert?
Die Frage, ob der Biorhythmus genetisch verankert ist, lässt sich mit einem klaren Ja beantworten. Genetische Faktoren beeinflussen maßgeblich, ob wir zu den Frühaufstehern oder eher den Nachtmenschen gehören. Diese Unterschiede beruhen auf individuellen genetischen Variationen im Zusammenhang mit dem circadianen Rhythmus.
Einige Menschen haben eine stärkere Tendenz, sich an die Tageszeit anzupassen, während andere natürlicherweise abends aktiver sind. Diese genetische Prädisposition hat auch Auswirkungen auf unsere Leistungsfähigkeit und Gesundheit.
Nachteulen oder frühe Vögel – gibt es das wirklich?
Der Begriff „Nachteulen oder frühe Vögel“ ist weit verbreitet und basiert auf der Tatsache, dass sich manche Menschen morgens fitter fühlen, während andere zu späterer Stunde mehr Energie haben. Die Forschung hat gezeigt, dass dies nicht nur eine Redewendung, sondern eine wissenschaftlich belegte Tatsache ist.
Die Unterschiede zwischen den Chronotypen sind vor allem durch die individuelle innere Uhr, die genetisch bedingt ist, gesteuert. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf unseren Tagesablauf, sondern auch auf unsere Leistung, unsere Stimmung und sogar unsere Gesundheit.
HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt.
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Unsere health nerds
Bei unseren Episoden immer dabei: Unser health nerd Matthias. Wir möchten Dir ihn kurz vorstellen.
Matthias Baum
Head of Science & Clinical Research. Gesundheitswissenschaftler, Therapeut für klinische Psychoneuroimmunologie, Heilpraktiker, Physiotherapeut, Trainer, Clinical Research Associate.
„Seit mehr als zwölf Jahren bin ich im medizinischen und therapeutischen Umfeld diverser Bereiche tätig: Von Notfallmedizin über Therapie in Kliniken und Praxen, inklusive Prävention und Gesundheitsförderung, bis hin zu Tätigkeiten als Dozent im Gesundheitswesen. Das gibt mir heute einen breiten Blick auf alle notwendigen Ebenen in der Betreuung, Beratung und Behandlung von Patienten für individuelle Gesundheit, Wohlbefinden und einen artgerechten Lebensstil.“



