- Health Nerds Podcast – Was ist Intuitives Essen und warum ist es wichtig?
- Unterschied zwischen Appetit und Hunger
- Heißhunger auf Schokolade – ist das Intuition oder Fehlverhalten?
- Wie wir die "Verbotenen Lebensmittel"-Mentalität loslassen
- Der Einfluss von Emotionen auf das Essverhalten
- Intuitives Essen bei Kindern fördern
- Fazit: Der Weg zu einem gesunden Essverhalten
Health Nerds Podcast – Was ist Intuitives Essen und warum ist es wichtig?
Viele Fragen haben uns erreicht zur aktuellen Podcast-Episode: „Intuitives Essen: Wie wir wieder lernen, uns artgerecht zu ernähren“. Hier in der HEALTH NERDS Sprechstunde beantworten unsere Experten aus dem artgerecht Wissenschaftsteam Eure Frage.
Intuitives Essen ist ein Konzept, das darauf abzielt, die natürliche Fähigkeit unseres Körpers, die richtigen Nahrungsmittel in der richtigen Menge zu wählen, zurückzugewinnen. Es bedeutet, auf die Signale des Körpers zu hören, wie Hunger und Sättigung, und sich nicht von äußeren Einflüssen oder Diätregeln diktieren zu lassen.
In der heutigen Zeit, in der wir ständig von Diäten und Essensvorschriften umgeben sind, geht es beim intuitiven Essen darum, sich wieder mit dem eigenen Körper und seinen Bedürfnissen zu verbinden.
Unterschied zwischen Appetit und Hunger
Eine häufige Frage ist, wie man zwischen Appetit und Hunger unterscheiden kann. Während Hunger ein physiologisches Bedürfnis nach Nahrung ist, das durch ein sinkendes Blutzuckerlevel und andere Körpersignale ausgelöst wird, ist Appetit eher ein emotionaler Wunsch, zu essen, unabhängig davon, ob der Körper tatsächlich Nahrung braucht.
Matthias Baum erklärt, dass es beim intuitiven Essen wichtig ist, zu lernen, auf die wahre physiologische Notwendigkeit des Körpers zu hören und Appetit und Hunger voneinander zu unterscheiden.
Heißhunger auf Schokolade – ist das Intuition oder Fehlverhalten?
Viele von uns haben schon Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel wie Schokolade oder Chips erlebt. Ein häufiger Gedanke ist, dass dies ein Zeichen für Fehlverhalten oder schlechten Willen ist. Doch tatsächlich kann ein Heißhunger auf Schokolade auf den Körper hinweisen, dass er eine schnelle Energiequelle oder bestimmte Nährstoffe benötigt, wie Magnesium oder Zucker. Matthias Baum erklärt, dass es wichtig ist, solche Signale nicht sofort zu verurteilen, sondern zu verstehen, dass sie oft natürliche Bedürfnisse widerspiegeln.
Wie wir die "Verbotenen Lebensmittel"-Mentalität loslassen
Eine der größten Hürden beim intuitiven Essen ist die Vorstellung, dass bestimmte Lebensmittel "verboten" sind oder dass man sich von ihnen fernhalten muss, um gesund zu bleiben. Dies führt oft zu einem ungesunden Verhalten, bei dem wir uns in einem ständigen Kampf mit unseren Essgewohnheiten befinden.
Der Schlüssel liegt darin, sich eine positive Beziehung zum Essen aufzubauen, ohne Schuldgefühle oder Übermaß. Wenn du auf deinen Körper hörst und auf seine Bedürfnisse eingehst, wirst du feststellen, dass es keine „verbotenen“ Lebensmittel mehr gibt, sondern nur Nahrungsmittel, die deinem Körper gut tun oder ihn belasten.
Der Einfluss von Emotionen auf das Essverhalten
Emotionen spielen eine zentrale Rolle beim Essverhalten. Stress, Langeweile, Freude oder Traurigkeit können uns dazu verleiten, zu essen, obwohl wir nicht hungrig sind. Matthias Baum erklärt, dass es beim intuitiven Essen wichtig ist, sich der eigenen emotionalen Auslöser bewusst zu werden und zu lernen, mit ihnen umzugehen, ohne auf Essen zurückzugreifen. Dies erfordert Übung und Achtsamkeit, aber es hilft, eine gesunde und ausgewogene Beziehung zum Essen zu entwickeln.
Intuitives Essen bei Kindern fördern
Intuitives Essen ist nicht nur für Erwachsene wichtig, sondern auch für Kinder. Kinder haben eine natürliche Fähigkeit, auf ihre Hunger- und Sättigungssignale zu hören. Doch durch äußere Einflüsse wie Essensvorschriften oder die Verfügbarkeit von Junk Food können diese natürlichen Instinkte gestört werden.
Eltern können ihre Kinder ermutigen, intuitiv zu essen, indem sie eine entspannte Essensumgebung schaffen, keine Verbote aussprechen und den Kindern erlauben, in ihrem eigenen Tempo zu essen. Matthias Baum gibt wertvolle Tipps, wie man Kindern beibringen kann, auf ihren Körper zu hören und eine gesunde Beziehung zu Lebensmitteln zu entwickeln.
Fazit: Der Weg zu einem gesunden Essverhalten
Intuitives Essen ist ein wertvolles Konzept, das uns hilft, unsere Essgewohnheiten zu entkriminalisieren und eine gesunde Beziehung zu Nahrung aufzubauen. Es geht darum, die Signale des Körpers zu erkennen, mit Emotionen achtsam umzugehen und Lebensmittel nicht mehr als "gut" oder "schlecht" zu bewerten. Indem du lernst, auf deinen Körper zu hören, kannst du nicht nur deine körperliche Gesundheit verbessern, sondern auch deine mentale Beziehung zum Essen transformieren.
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Unsere health nerds
Bei unseren Episoden immer dabei: Unser health nerd Matthias. Wir möchten Dir ihn kurz vorstellen.
Matthias Baum
Head of Science & Clinical Research. Gesundheitswissenschaftler, Therapeut für klinische Psychoneuroimmunologie, Heilpraktiker, Physiotherapeut, Trainer, Clinical Research Associate.
„Seit mehr als zwölf Jahren bin ich im medizinischen und therapeutischen Umfeld diverser Bereiche tätig: Von Notfallmedizin über Therapie in Kliniken und Praxen, inklusive Prävention und Gesundheitsförderung, bis hin zu Tätigkeiten als Dozent im Gesundheitswesen. Das gibt mir heute einen breiten Blick auf alle notwendigen Ebenen in der Betreuung, Beratung und Behandlung von Patienten für individuelle Gesundheit, Wohlbefinden und einen artgerechten Lebensstil.“



