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Magazin

Was sind Probiotika? Wie Mikroorganismen unsere Gesundheit beeinflussen


Unsere Darmflora ist ein komplexes Ökosystem aus unterschiedlichen Bakterien, Viren und Pilzen, die im ständigen Miteinander leben und unseren Organismus unterstützen. Probiotika können dabei helfen, das gesunde Gleichgewicht im Darm aufrecht zu erhalten oder nach Krankheit wiederherzustellen.


Lesezeit: 15 min

Was sind Probiotika?

Probiotisch steht für: pro = Für und biotisch = Leben. Probiotika sind also lebende Mikroorganismen, wie Bakterienstämme und teilweise auch Pilz-Stämme, die über den Mund aufgenommen werden. In unserem Darm erreichen sie ihren Zielort und können sich in der passenden Zusammensetzung positiv auf unsere Gesundheit auswirken [16].

Probiotika können aber nicht nur im Darm, sondern auch für andere Bereiche des Körpers eingesetzt werden. Dabei ist es wichtig, zu beachten, dass jeder Teil des Mikrobioms unterschiedliche Mikroorganismen beherbergt – die Darmflora ist nicht etwa wie die Mundflora.

Der Einsatz probiotischer Mikroorganismen kann vorbeugend (präventiv, z. B. während und nach der Einnahme eines Antibiotikums) sowie im Rahmen medizinischer Behandlungen [17] (z. B. von Durchfall) erfolgen und dient der Verbesserung des Zusammenwirkens zwischen Bakterien, Viren, Pilzen, unserem Darm und folglich des gesamten Organismus [18]

 

Du bist nicht alleine… 

Genau genommen ist der Mensch eine Ansammlung von über unfassbaren 100 Billionen Zellen, die in einem ausgeklügelten System miteinander kommunizieren. Wir bestehen aber nicht nur aus unzähligen Zellen, sondern sind auch Wirt diverser Mikroorganismen, die uns zu einem wahren „Superorganismus“ machen [1]. Das bedeutet, dass wir eigentlich erst durch das Zusammenleben (Symbiose) mit anderen, nicht menschlichen Zellen, zum Menschen werden. Auch, wenn das etwas verrückt klingen mag. Das sogenannte „Biom“ ist dabei die Gesamtzahl aller Zellen, Bakterien, Viren und Pilzen [2]. Diese enge Verbindung zu unseren „Mitbewohnern“ hat sich als eine Art Co-Evolution gemeinsam entwickelt und steht in direktem Zusammenhang mit der individuellen Gesundheit [3].


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Der "Superorganismus" Mensch besteht aus 100 Billionen Zellen und ist gleichzeitig Wirt von zahlreichen Mikroorganismen.

Bakterien, Viren, Pilze - die Vielfalt macht's

Wie gerade beschrieben, macht das „Biom“ die Gesamtzahl aller unserer Zellen aus. Wenn wir nun vom Mikrobiom sprechen, beziehen wir uns auf die vielen Mikroorganismen, die in, auf und mit uns leben. Also alle Bakterien, Viren, Pilze etc. auf all unseren Körperoberflächen. Der Teil des Mikrobioms im Darm wird als Darmflora bezeichnet. Für Viele vielleicht schwer vorstellbar – aber allein dort leben mehr als 100 Billionen Mikroben [4], also genau so viele, wie wir Körperzellen haben. Schwierig, sich so eine große Zahl vorzustellen, daher eine kleine Analogie: Wenn man alle Mikroben aneinanderreihen würde, und für je eines eine Sekunde bräuchte, benötigte man über drei Millionen Jahre.

Aber nicht nur die Anzahl der Bakterien, Viren und Pilzen ist entscheidend, sondern auch deren Verhältnis zueinander sowie die jeweiligen Funktionen für unseren Organismus. Die Symbiose besteht aus einem „Geben und Nehmen“. Der Stoffwechsel der Mikroorganismen dient der Verdauung der aufgenommen Nahrung, insbesondere von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen. Gleichzeitig sind sie aber auch bei der Neubildung (Synthese) von Vitaminen, wie z. B. den B Vitaminen und Vitamin K [5],[6] behilflich.

Die Darmflora produziert außerdem verschiedene Botenstoffe, die dem Gehirn als Neurotransmitter dienen und wiederum mit unterschiedlichen Funktionen verknüpft sind (Abb. 1). Damit nimmt die Darmflora auch direkten Einfluss auf unser Verhalten [7].

 

Bakterienstamm

Produktion von

Aufgabe im Gehirn (vereinfacht)

Lactobacillus (Milchsäurebakterien)  and Bifidobacterium species

Gamma-Amino-Buttersäure (GABA)

Einleitung und Aufrechterhaltung des Schlafes

Escherichia, Bacillus and Saccharomyces spp

Noradrenalin

Energie, Konzentration, Motivation

Candida, Streptococcus, Escherichia and Enterococcus spp. produce

5HT (Serotonin)

Glücksgefühl, Wohlbefinden, Zufriedenheit

Bacillus

Dopamin

Lebensfreude, Innere Ruhe, Lustgefühl, Motivation

Lactobacillus (Milchsäurebakterien)

Acetylcholin

Aufmerksamkeit, Aufwachen, Lernen, Bilden von Erinnerungen 

Abb. 1(Dinan et al. 2015)

 

Unser „Darm-Hirn“

Das Ökosystem im Darm mit seinen 100 Billionen Mikroorganismen hat bei einem erwachsenen Menschen ein Gewicht von circa einem Kilogramm. Ähnlich viel wiegt auch unser Gehirn [8]. Das ausgeklügelte Kommunikationssystem zwischen Mikroben, Darm und Gehirn wird als Mikrobiom-Darm-Gehirn-Achse, oder umgangssprachlich als „Darm-Hirn“, bezeichnet. Die Kommunikation erfolgt über unsere Nerven (neuronale Signale), Hormone und Botenstoffe des Immunsystems in beide Richtungen [9]. Also vom Gehirn zum Darm und umgekehrt. Durch eine artgerechte und gesunde Ernährung kann die Funktion dieser Achse maßgeblich positiv beeinflusst werden [10].

Wenn die Darmflora ins Ungleichgewicht gerät

Gerät unsere Darmflora aus dem Gleichgewicht, spricht man auch von einer Dysbiose. Dies geschieht, wenn [11]:

  1. gute Bakterien (Symbionten) verloren gehen
  2. sich negative Bakterien (Pathobionten) ausbreiten
  3. sich die Vielfalt unterschiedlicher Mikroorganismen verringert

Für das Entstehen eines solchen Ungleichgewichts gibt es unterschiedliche Gründe. Neben der Tatsache, dass mit zunehmendem Alter auch die Stabilität und Vielfalt der Darmflora abnimmt, sind verhaltensbedingte Ursachen ein wesentlicher Bestandteil. Dazu zählen:

Ernährung

  • Fehl- und Mangelernährung
  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Zu viel Zucker
  • Zu wenige Mikronährstoffe (z. B. Vitamine und Mineralstoffe)
  • Genussmittel wie Alkohol, Kaffee und Tabak [12]


Stress

  • Insbesondere chronisch und psychosozial [13]


Erkrankungen

  • Krankheitsbilder und Infektionskrankheiten durch Pilzbefall, Parasiten etc.
  • Depressionen
  • Chronische Bauchspeicheldrüsenunterfunktion
  • Allergien
  • Erkrankungen der Leber


Medikamente

mittlerweile sind mehr als 1.000 Wirkstoffe mit Auswirkungen auf die Darmflora in Verbindung gebracht [14]. Die bekanntesten Wirkstoffgruppen sind [15]:

  • Antibiotika
  • Antidepressiva
  • Antihistaminika
  • Cortikoide
  • Protonenpumpenhemmer
  • Statine
  • Zytostatika


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Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht (Dysbiose), kann es zu unangenehmen gesundheitlichen Folgen kommen.

Typische Beschwerden bei einem Ungleichgewicht der Darmflora

Folgende Symptome können auf ein Ungleichgewicht der Darmflora hinweisen:

  • Juckreiz an den Öffnungen von Mund und/oder Nase
  • Verstopfung oder Durchfall, auch im Wechsel
  • Blähungen
  • Zeitweilig auftretende Gedächtnisstörungen
  • Juckreiz am After
  • Infektionen der Schleimhäute von Nase und/oder Mund
  • Hautirritationen
  • Belegte Zunge
  • Allergische Reaktionen
  • Unverträglichkeit von bestimmten Lebensmitteln
  • Unverträglichkeit bestimmter Chemikalien wie Waschmittel oder Tabakrauch
  • Häufige und / oder chronische Ermüdung
  • Schwierigkeiten beim Einschlafen, Depressionen oder depressive Verstimmungen
  • Wiederholt auftretende Muskelschwäche oder -verletzungen
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Nervosität

Wie nützlich oder gesund sind Probiotika?

Bakterien mit probiotischen Eigenschaften werden mit unterschiedlichen positiven Funktionen für unsere Gesundheit in Verbindung gebracht. Verantwortlich dafür sind verschiedene Mechanismen: [19]

  • Produktion von wichtigen Enzymen, wie beispielsweise Laktase, zur Aufspaltung von Milchzucker (Laktose)
  • Verbesserung der Immunfunktion durch verbesserte Antikörperreaktionen
  • Verringerung von Entzündung
  • Stimulierung des „Reinigungsprozesses“ der Zellen (Phagozytose)
  • Interaktionen mit den Bakterien im Darm zur Verbesserung der Stabilität der Darmflora
  • Säureproduktion für einen verbesserten Stoffwechsel
  • Verbesserung der Barrieren-Funktion im Darm und damit eine Regeneration der Darmzellen
  • Unterstützung und Stabilisierung der in der Darmflora enthaltenen guten Bakterien (Symbionten)
  • Bildung wichtiger Moleküle für den gesamten Organismus (Hormone, Vitamine etc.) 


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Probiotische Bakterien helfen uns Menschen bei einer Vielzahl von Vorgängen.

Wie stärken Probiotika das Immunsystem?

Das Immunsystem steht in engem und untrennbarem Austausch mit unserem Mikrobiom [20]. Entsteht dort ein Ungleichgewicht, können Probiotika dabei helfen, den Zustand wieder zu normalisieren [21]Probiotische Bakterien regulieren unser Immunsystem und sind Schlüsselelement für ein optimales Zusammenspiel zwischen dem angeborenen und dem erworbenen Immunsystem [22]. Da das Immunsystem auch der Abwehr von gesundheitsschädlichen Eindringlingen dient, ist es wichtig, ein Gleichgewicht zwischen Aktivität und Regulation zu finden. Hier kann der Einsatz von probiotischen Kulturen behilflich sein, um eine fehlende oder übermäßige Reaktion zu vermeiden. [23]   

Welche sind die besten Probiotika?

Probiotika sind zunächst nur ein Sammelbegriff für alle mikrobischen Stämme. Die Einteilung in gut und schlecht ist abhängig von der jeweiligen Indikation: Ein Probiotikum auf dem Markt sollte verschiedene Stämme beinhalten, die in Studien einen positiven Nutzen gezeigt haben, um aus wissenschaftlicher Sicht als gut zu gelten. Darüber hinaus sind Qualitätsstandards der Produkte zu berücksichtigen [24]. Gerade bei online erworbenen probiotischen Produkten sollte auf eine ausführliche Inhaltsliste, Dosierungsempfehlungen und gesundheitsbezogene Hinweise geachtet werden. [25]

Etablierte Hersteller verwenden zum Beispiel Stämme von Milchsäurebakterien (Lactobacillus), Bifidobacterium und Saccharomyces. Diese probiotischen Bakterienstämme wurden über viele Jahre wissenschaftlich untersucht und können sicher und effektiv eingesetzt werden. Die Stämme Roseburia spp., Akkermansia spp., Propionibacterium spp. und Faecalibacterium spp. sind eher zukunftsweisend. [26]

Welche Probiotika eignen sich zur Darmsanierung?

Eine Darmsanierung dient der Regeneration und dem Wiederausgleich der Darmschleimhaut und der Darmflora, z.B. nachdem ein Antibiotikum eingenommen wurde. Für eine erfolgreiche Darmsanierung sollten vor allem Bakterienstämme von Lactobacillus (Milchsäurebakterien), Bifidobacterium und Saccharomyces in einem breiten Spektrum eingesetzt werden [27].


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Probiotika in Kapselform können zur Unterstützung der Darmflora verwendet werden, z.B. nach einer Antibiotikaeinnahme.

Analysen für einen gesunden Darm

Bei bereits bestehenden medizinischen Beschwerden wie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) kann im Rahmen der Darmsanierung und Therapie auch die Analyse einer Stuhlprobe helfen. Dadurch kann genau festgestellt werden, welche Darmbakterien in zu geringer Ausprägung vorhanden sind und über eine Auswahl von probiotischen Bakterienstämme zugeführt werden sollten. Hier unterscheidet sich der vorsorgliche Einsatz von Probiotika im Vergleich zu medizinischen Anwendungen und spezifischen Krankheiten [28]. Findet die Einnahme im Rahmen der Behandlung einer Erkrankung statt, empfiehlt sich die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt über den möglichen Einsatz eines speziellen probiotischen Arzneimittels.

Diese probiotischen Lebensmittel machen Darmbakterien glücklich

Probiotische Lebensmittel sind gut für unsere Gesundheit. Sie unterstützen das Immunsystem insgesamt und fördern ein gesundes Gleichgewicht unserer Darmbakterien. Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle fermentierte Lebensmittel. Fermentation ist ein Gärungsprozess mithilfe von Bakterienstämmen (Milchsäurebakterien). Hierzu gehören beispielsweise.:

  • Sauerkraut
  • saure Gurken
  • Kombucha (fermentierter Tee)
  • Kimchi (fermentierter Chinakohl)
  • Kefir

Probiotisch oder präbiotisch?

Damit sich die probiotischen Milchsäurebakterien in unserem Körper wohlfühlen, benötigen sie sogenannte Präbiotika. Präbiotika sind lösliche Ballaststoffe und dienen unseren guten Darmbakterien als Futter. Sie finden sich beispielsweise in Chicorée, Knoblauch oder Zwiebeln. Insofern ist es sinnvoll, einen guten Mix aus probiotischen Lebensmitteln und Präbiotika in den Speiseplan zu integrieren. Schaffen wir das nicht, können auch probiotische Nahrungsergänzungsmittel unterstützen.