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Die Abszesstherapie umfasst alle Maßnahmen zur Behandlung eines Abszesses, meist durch chirurgische Eröffnung und Drainage. Erfahren Sie mehr über Ursachen, Symptome und Behandlungsmethoden.
Die Abszesstherapie umfasst alle Maßnahmen zur Behandlung eines Abszesses, meist durch chirurgische Eröffnung und Drainage. Erfahren Sie mehr über Ursachen, Symptome und Behandlungsmethoden.
Ein Abszess ist eine abgekapselte Ansammlung von Eiter in einem Körpergewebe, die durch eine bakterielle Infektion entsteht. Das Immunsystem versucht, die Infektion einzudämmen, indem es eine Kapsel um den Entzündungsherd bildet. Abszesse können nahezu überall im Körper auftreten – an der Haut, in inneren Organen oder im Zahnbereich.
Die häufigsten Ursachen für die Entstehung eines Abszesses sind:
Typische Anzeichen eines Abszesses umfassen:
Die Diagnose eines Abszesses erfolgt in erster Linie klinisch durch die körperliche Untersuchung. Ergänzende Maßnahmen sind:
Das Therapieprinzip lautet: Ubi pus, ibi evacua – wo Eiter ist, muss er entleert werden. Die Behandlung richtet sich nach Lage, Größe und Schwere des Abszesses.
Die wichtigste Maßnahme der Abszesstherapie ist die chirurgische Eröffnung (Inzision) des Abszesses unter lokaler oder allgemeiner Betäubung. Der Eiter wird abgelassen, die Abszesshöhle gespült und gegebenenfalls mit einer Drainage oder Tamponade offengehalten, damit restlicher Eiter abfließen kann und eine erneute Kapselbildung verhindert wird.
Antibiotika allein sind bei einem vollständig gekapselten Abszess meist nicht ausreichend, da der Wirkstoff den Eiter kaum erreichen kann. Sie werden jedoch eingesetzt bei:
Häufig eingesetzte Antibiotika sind Penicillinase-feste Penicilline, Clindamycin oder Cotrimoxazol, abhängig vom Erreger und Antibiogramm.
Im Frühstadium oder bei sehr kleinen Abszessen kann eine Behandlung mit feuchter Wärme (z. B. Umschläge) versucht werden, um die Reifung zu fördern. Zudem sind Schmerzmanagement und Wundpflege wichtige Bestandteile der Nachsorge.
Leberabszesse, Lungenabszesse oder andere Organabszesse werden oft durch perkutane (durch die Haut) Drainage unter bildgebender Kontrolle (Ultraschall oder CT) behandelt. In manchen Fällen ist ein operativer Eingriff erforderlich.
Bei rechtzeitiger und adäquater Behandlung ist die Prognose eines Abszesses in der Regel gut. Wichtig ist eine konsequente Wundpflege und Nachkontrolle, um Rezidiven (Wiederauftreten) und Komplikationen wie einer Sepsis (Blutvergiftung) vorzubeugen. Personen mit wiederkehrenden Abszessen sollten auf begünstigende Faktoren wie Diabetes, Immunschwäche oder Hygienemängel untersucht werden.
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