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Der Acetylierungstest ist ein diagnostisches Verfahren zur Bestimmung des individuellen Acetylierungsstatus. Er gibt Auskunft darüber, wie schnell der Körper bestimmte Substanzen abbaut.
Der Acetylierungstest ist ein diagnostisches Verfahren zur Bestimmung des individuellen Acetylierungsstatus. Er gibt Auskunft darüber, wie schnell der Körper bestimmte Substanzen abbaut.
Der Acetylierungstest ist ein diagnostisches Verfahren aus der Pharmakogenetik und Umweltmedizin. Er wird eingesetzt, um den individuellen Acetylierungsstatus einer Person zu bestimmen. Dabei wird gemessen, wie aktiv das Enzym N-Acetyltransferase (NAT) im Körper ist – insbesondere NAT2, das in der Leber vorkommt und für den Abbau (Metabolismus) zahlreicher Medikamente und körperfremder Substanzen (sogenannter Xenobiotika) verantwortlich ist.
Die Acetylierung ist eine biochemische Reaktion, bei der eine Acetylgruppe an eine Substanz angehängt wird. Dieser Prozess ist entscheidend für die Entgiftung und den Abbau vieler Arzneimittel, Lebensmittelzusatzstoffe und Umweltschadstoffe.
Auf Basis des Testergebnisses werden Personen in zwei Hauptgruppen eingeteilt:
In manchen Quellen wird auch eine intermediäre Gruppe (mittlere Acetylierungskapazität) unterschieden.
Der Acetylierungstest wird in der Regel als Urintest oder Bluttest durchgeführt. Eine häufig verwendete Testsubstanz ist Coffein oder Sulfamethazin. Nach Einnahme einer definierten Menge der Testsubstanz wird die Konzentration der ursprünglichen Substanz und ihrer Metabolite im Blut oder Urin gemessen. Aus dem Verhältnis lässt sich die Enzymaktivität berechnen.
Alternativ kann der Acetylierungsstatus auch mittels Genotypisierung (DNA-Analyse) bestimmt werden, bei der spezifische Varianten des NAT2-Gens untersucht werden. Dieser molekulargenetische Ansatz wird zunehmend bevorzugt, da er direkte und präzise Informationen über die genetische Ausstattung liefert.
Der Acetylierungstest hat in verschiedenen medizinischen Bereichen Relevanz:
Die Interpretation des Acetylierungstests sollte immer durch einen erfahrenen Arzt oder eine erfahrene Ärztin erfolgen. Der Acetylierungsstatus ist genetisch bedingt und bleibt im Leben einer Person weitgehend konstant. Er kann jedoch durch Lebererkrankungen oder bestimmte Medikamente beeinflusst werden.
Es ist wichtig zu beachten, dass der Acetylierungstest allein keine Diagnose stellt, sondern ein Hilfsmittel ist, um individuelle Unterschiede im Arzneimittelstoffwechsel zu verstehen und Therapien entsprechend anzupassen.
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