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Acylglycerol ist eine Verbindung aus Glycerin und Fettsäuren und gehört zu den wichtigsten Nahrungsfetten. Es kommt in Mono-, Di- und Triglycerid-Form vor.
Acylglycerol ist eine Verbindung aus Glycerin und Fettsäuren und gehört zu den wichtigsten Nahrungsfetten. Es kommt in Mono-, Di- und Triglycerid-Form vor.
Acylglycerol ist ein Sammelbegriff für chemische Verbindungen, die aus dem dreiwertigen Alkohol Glycerin und einer oder mehreren Fettsäuren (Acylgruppen) bestehen. Je nach Anzahl der gebundenen Fettsäuren unterscheidet man zwischen Monoacylglycerolen (eine Fettsäure), Diacylglycerolen (zwei Fettsäuren) und Triacylglycerolen (drei Fettsäuren). Triacylglycerol, auch als Triglycerid bekannt, ist die häufigste Form und macht den Großteil der Nahrungsfette sowie der körpereigenen Fettspeicher aus.
Die Grundstruktur aller Acylglycerol-Verbindungen basiert auf dem Glycerol-Molekül, das drei Hydroxylgruppen besitzt. An diese Gruppen können Fettsäuren über eine sogenannte Esterbindung geknüpft werden:
Acylglycerol-Verbindungen erfüllen im menschlichen Körper mehrere wichtige Aufgaben:
Acylglycerine kommen in nahezu allen fetthaltigen Lebensmitteln vor, sowohl tierischen als auch pflanzlichen Ursprungs:
Monoacylglycerol und Diacylglycerol werden in der Lebensmittelindustrie zudem als Emulgatoren eingesetzt, beispielsweise als Lebensmittelzusatzstoff E471 (Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren).
Bei der Verdauung werden Nahrungsfette (vor allem Triacylglycerine) im Dünndarm durch das Enzym Pankreaslipase zu Monoacylglycerolen und freien Fettsäuren abgebaut. Diese werden dann über die Darmschleimhaut aufgenommen, in den Darmzellen wieder zu Triacylglycerinen zusammengesetzt und in sogenannten Chylomikronen über die Lymphe in den Blutkreislauf transportiert.
Im Blut werden Triacylglycerine als Teil verschiedener Lipoproteine (z. B. VLDL, LDL) transportiert und in unterschiedliche Organe geliefert. Erhöhte Blutfettwerte (Hypertriglyceridämie) können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bauchspeicheldrüsenentzündungen erhöhen.
Der Triacylglycerol-Spiegel im Blut wird routinemäßig als Teil des Lipidprofils gemessen. Erhöhte Werte können auf folgende Erkrankungen oder Risikofaktoren hinweisen:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und kardiologische Fachgesellschaften empfehlen, den Triglyceridspiegel im Nüchternblut unter 150 mg/dl (1,7 mmol/l) zu halten. Therapeutisch kommen diätetische Maßnahmen, körperliche Aktivität sowie bei Bedarf Medikamente wie Fibrate oder Omega-3-Fettsäurepräparate zum Einsatz.
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