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Die Angioplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Erweiterung verengter oder verstopfter Blutgefäße. Sie wird häufig bei Herzkranzgefäßen eingesetzt.
Die Angioplastie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Erweiterung verengter oder verstopfter Blutgefäße. Sie wird häufig bei Herzkranzgefäßen eingesetzt.
Die Angioplastie (auch bekannt als Ballondilatation) ist ein medizinisches Verfahren, bei dem verengte oder verschlossene Blutgefäße mithilfe eines speziellen Katheters wieder geweitet werden. Der Begriff stammt aus dem Griechischen: angeion (Gefäß) und plassein (formen). Das Verfahren gehört zur interventionellen Kardiologie und Gefäßmedizin und gilt als minimalinvasive Alternative zur offenen Gefäßchirurgie.
Bei der Angioplastie wird ein dünner, flexibler Schlauch (Katheter) mit einem kleinen aufblasbaren Ballon an der Spitze durch ein Blutgefäß – meist über die Leistenarterie oder das Handgelenk – bis zur Verengung vorgeschoben. Anschließend wird der Ballon aufgeblasen, um die Engstelle aufzuweiten. Dabei wird die Ablagerung (sogenannte Plaque) gegen die Gefäßwand gedrückt, wodurch das Blut wieder besser fließen kann.
Häufig wird im Anschluss an die Ballondilatation ein Stent eingesetzt – ein kleines Drahtgeflecht, das wie ein Gerüst das Gefäß offenhält und ein erneutes Zuwachsen verhindert. Moderne Stents sind häufig medikamentenbeschichtet (Drug-Eluting Stents), um das Risiko einer erneuten Verengung (Restenose) zu minimieren.
Eine Angioplastie wird bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt, die durch verengte Blutgefäße verursacht werden:
Vor dem Eingriff werden bildgebende Untersuchungen wie eine Koronarangiographie (Herzkatheteruntersuchung) durchgeführt, um die genaue Lage und das Ausmaß der Verengung festzustellen. Der Patient erhält blutverdünnende Medikamente, um Gerinnsel während des Eingriffs zu verhindern. Der Eingriff selbst findet unter örtlicher Betäubung und Röntgenkontrolle statt und dauert meist zwischen 30 Minuten und zwei Stunden.
Die Angioplastie ist ein etabliertes Verfahren mit einer insgesamt hohen Sicherheit. Dennoch sind bestimmte Risiken möglich:
Nach der Angioplastie verbleiben Patienten in der Regel zur Beobachtung für einige Stunden bis Tage im Krankenhaus. Blutverdünnende Medikamente (z. B. Thrombozytenaggregationshemmer wie Aspirin und Clopidogrel) müssen oft über Monate eingenommen werden, um einer Stentthrombose vorzubeugen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sowie ein herzgesunder Lebensstil sind entscheidend für den langfristigen Erfolg des Eingriffs.
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