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Antibiose bezeichnet die Behandlung bakterieller Infektionen mit Antibiotika. Sie hemmt das Wachstum von Bakterien oder tötet diese ab.
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Der Begriff Antibiose stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich „gegen das Leben“. In der Medizin bezeichnet er die gezielte Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten durch den Einsatz von Antibiotika. Diese Wirkstoffe greifen spezifisch in lebenswichtige Prozesse von Bakterien ein, ohne dabei – bei bestimmungsgemäßem Gebrauch – menschliche Zellen zu schädigen. Die Antibiose ist eine der wichtigsten therapeutischen Maßnahmen der modernen Medizin und hat seit der Entdeckung des Penicillins in den 1920er-Jahren unzählige Menschenleben gerettet.
Antibiotika wirken auf unterschiedliche Weise, je nach Wirkstoffklasse:
Die wichtigsten Angriffspunkte von Antibiotika sind:
Eine Antibiose ist ausschließlich bei Erkrankungen wirksam, die durch Bakterien verursacht werden. Sie ist nicht wirksam gegen Viren, Pilze oder Parasiten. Typische Indikationen sind:
Vor einer Antibiose sollte nach Möglichkeit der genaue Erreger identifiziert werden. Dies geschieht durch mikrobiologische Untersuchungen wie Abstriche, Blutkulturen oder Urinproben. Anhand eines sogenannten Antibiogramms kann getestet werden, gegen welche Antibiotika der Erreger empfindlich oder resistent ist. So lässt sich die wirksamste Therapie auswählen und eine unnötige Breitbandtherapie vermeiden.
Die Dosierung und Behandlungsdauer einer Antibiose richten sich nach:
Es ist wichtig, die Antibiose vollständig durchzuführen und nicht frühzeitig abzubrechen, auch wenn die Symptome bereits abgeklungen sind – andernfalls können überlebende Bakterien Resistenzen entwickeln.
Antibiotika können neben ihrer Wirkung auf Krankheitserreger auch unerwünschte Wirkungen haben:
Eines der größten globalen Gesundheitsprobleme ist die zunehmende Antibiotikaresistenz. Durch den übermäßigen oder falschen Einsatz von Antibiotika – zum Beispiel bei Virusinfektionen oder als Wachstumsförderer in der Landwirtschaft – entwickeln Bakterien Mechanismen, um den Wirkstoffen zu widerstehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Antibiotikaresistenzen als eine der größten Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit ein. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Antibiotika ist daher essenziell.
In bestimmten Situationen werden Antibiotika auch vorbeugend eingesetzt, zum Beispiel: