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Das Antiphospholipidsyndrom (APS) ist eine Autoimmunerkrankung, die Blutgerinnsel und Schwangerschaftskomplikationen verursachen kann. Bestimmte Antikörper greifen Körpereigenes an.
Das Antiphospholipidsyndrom (APS) ist eine Autoimmunerkrankung, die Blutgerinnsel und Schwangerschaftskomplikationen verursachen kann. Bestimmte Antikörper greifen Körpereigenes an.
Das Antiphospholipidsyndrom (kurz: APS) ist eine erworbene Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise Antikörper gegen bestimmte Bluteiweiße und Fette (sogenannte Phospholipide) bildet. Diese Antikörper erhöhen das Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln in Arterien und Venen sowie für Komplikationen in der Schwangerschaft, wie Fehlgeburten oder Schwangerschaftsvergiftungen. Das APS kann als eigenständige Erkrankung (primäres APS) oder in Verbindung mit anderen Autoimmunerkrankungen – insbesondere dem systemischen Lupus erythematodes (SLE) – auftreten (sekundäres APS).
Die genaue Ursache des Antiphospholipidsyndroms ist noch nicht vollständig geklärt. Es handelt sich um eine fehlgeleitete Immunreaktion, bei der der Körper Antikörper gegen eigene Phospholipid-bindende Proteine produziert. Zu den wichtigsten Antikörpern gehören:
Mögliche Risikofaktoren und auslösende Faktoren umfassen:
Die Symptome des APS entstehen hauptsächlich durch die erhöhte Neigung zur Blutgerinnung. Typische Beschwerden sind:
In schweren Fällen kann ein sogenanntes katastrophales APS (CAPS) auftreten, bei dem innerhalb kurzer Zeit multiple Organe durch Mikrothrombosen geschädigt werden.
Die Diagnose des Antiphospholipidsyndroms basiert auf klinischen Kriterien und Laborbefunden. Gemäß den international anerkannten Sapporo-Kriterien (aktualisiert 2006) müssen sowohl ein klinisches als auch ein Laborkriterium erfüllt sein:
Zusätzliche Untersuchungen wie Blutbild, Gerinnungstests sowie bildgebende Verfahren (z. B. Ultraschall, MRT) können zur Abklärung von Komplikationen eingesetzt werden.
Ziel der Behandlung ist die Vorbeugung weiterer Thrombosen und die Behandlung bestehender Komplikationen. Die Therapie richtet sich nach dem individuellen Risikoprofil der Patientinnen und Patienten.
Mit einer konsequenten Behandlung und regelmäßigen Kontrollen können viele Patientinnen und Patienten mit APS ein weitgehend normales Leben führen. Das Rezidivrisiko (Wiederholungsrisiko für Thrombosen) ist jedoch erhöht, weshalb eine langfristige – oft lebenslange – Therapie erforderlich sein kann. Eine frühzeitige Diagnose und regelmäßige ärztliche Begleitung sind entscheidend für eine gute Prognose.
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