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Ein Antiseptikum ist ein keimhemmendes oder keimtotendes Mittel, das auf Haut, Schleimhaut oder Wunden angewendet wird, um Infektionen zu verhindern.
Ein Antiseptikum ist ein keimhemmendes oder keimtotendes Mittel, das auf Haut, Schleimhaut oder Wunden angewendet wird, um Infektionen zu verhindern.
Ein Antiseptikum (Plural: Antiseptika) ist ein chemischer Wirkstoff, der Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze oder Protozoen auf lebendem Gewebe abtötet oder in ihrem Wachstum hemmt. Im Gegensatz zu Desinfektionsmitteln, die auf unbelebten Oberflächen eingesetzt werden, sind Antiseptika speziell für die Anwendung auf der Haut, Schleimhäuten oder offenen Wunden entwickelt worden. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Wundversorgung, der präoperativen Hautvorbereitung und der Infektionsprävention.
Antiseptika wirken über verschiedene Mechanismen, je nach ihrem Wirkstoff:
Antiseptika werden in zahlreichen medizinischen und hygienischen Bereichen eingesetzt:
Chlorhexidin ist eines der am häufigsten verwendeten Antiseptika mit breitem Wirkspektrum gegen grampositive und gramnegative Bakterien sowie Hefen. Es wird häufig in Mundspülungen, Wundspülungen und zur Hautdesinfektion eingesetzt. Ein Vorteil ist seine Wirkdauer durch Depot-Effekt auf der Haut.
Povidon-Jod (auch Polyvinylpyrrolidon-Jod, PVP-Jod) wirkt durch die langsame Freisetzung von freiem Jod breit antimikrobiell. Es ist wirksam gegen Bakterien, Viren, Pilze und Sporen. Es wird häufig zur Wundversorgung und präoperativen Hautdesinfektion verwendet.
Alkohole wie Ethanol (70–80 %) und Isopropanol (60–70 %) denaturieren Proteine und wirken schnell bakterizid und viruzid. Sie eignen sich besonders zur Hautdesinfektion, haben jedoch keine Sporenaktivität und sind nicht für die Wundanwendung empfohlen.
Wasserstoffperoxid (H2O2) in niedriger Konzentration (3 %) wird zur Wundreinigung eingesetzt. Es wirkt durch Sauerstofffreisetzung mechanisch reinigend und antimikrobiell, ist jedoch bei tieferen Wunden mit Vorsicht anzuwenden.
Octenidin ist ein modernes Antiseptikum mit breitem Wirkspektrum und guter Hautverträglichkeit. Es wird besonders in der Wundversorgung und zur Schleimhautdesinfektion eingesetzt und gilt als gut gewebeverträglich.
Antiseptika sind im Allgemeinen sicher, können jedoch bei unsachgemäßer Anwendung Nebenwirkungen verursachen:
Ein häufig verwechseltes Begriffspaar ist Antiseptikum und Desinfektionsmittel. Der wesentliche Unterschied liegt in der Anwendung: Antiseptika sind für lebendes Gewebe (Haut, Wunden, Schleimhäute) formuliert und entsprechend gewebeverträglich. Desinfektionsmittel hingegen sind für unbelebte Flächen und Gegenstände (z. B. Operationstische, medizinische Instrumente) konzipiert und können für lebendes Gewebe zu aggressiv sein.
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