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Der Aquädukt (Aqueductus cerebri) ist ein enger Kanal im Gehirn, der den dritten mit dem vierten Ventrikel verbindet und den Liquorfluss ermöglicht.
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Der Aquädukt – medizinisch auch Aqueductus mesencephali oder Aqueductus cerebri genannt – ist ein enger, röhrenförmiger Kanal im Mittelhirn (Mesencephalon). Er verbindet den dritten Ventrikel mit dem vierten Ventrikel und ist ein wesentlicher Bestandteil des inneren Liquorraums des Gehirns. Durch ihn fließt der Liquor cerebrospinalis (Hirnwasser), der das zentrale Nervensystem schützt, mit Nährstoffen versorgt und mechanisch polstert.
Der Aquädukt ist mit etwa 15 mm Länge und einem Durchmesser von nur 1–2 mm eine der engsten Passagen im Liquorsystem. Er liegt zentral im Mittelhirn und ist von der periaquäduktalen Grausubstanz (PAG) umgeben, die eine wichtige Rolle bei der Schmerzmodulation und anderen vegetativen Funktionen spielt.
Die häufigste Erkrankung des Aquädukts ist die Aquäduktstenose – eine Verengung oder vollständige Blockade des Kanals. Sie kann angeboren (kongenital) oder erworben sein, zum Beispiel durch Entzündungen, Tumore oder Narbengewebe. Eine Stenose verhindert den normalen Abfluss des Liquors und führt zu einem Hydrozephalus (Wasserkopf), bei dem sich Hirnwasser im Schädel staut und der Hirndruck steigt.
Ein blockierter Aquädukt verursacht einen sogenannten obstruktiven Hydrozephalus. Der Liquor kann nicht mehr vom dritten in den vierten Ventrikel abfließen, wodurch sich die Hirnventrikel erweitern und der intrakranielle Druck zunimmt. Ohne Behandlung kann dies zu ernsthaften neurologischen Schäden führen.
Beschwerden im Zusammenhang mit einer Störung des Aquädukts hängen meist mit dem erhöhten Hirndruck bei einem Hydrozephalus zusammen. Typische Symptome sind:
Die Bildgebung des Aquädukts erfolgt in erster Linie mittels Magnetresonanztomographie (MRT). Spezielle MRT-Sequenzen können sowohl die anatomische Struktur als auch den Liquorfluss durch den Aquädukt sichtbar machen. Ergänzend kann eine Computertomographie (CT) eingesetzt werden, um Ventrikelerweiterungen oder Hirndruckzeichen zu erkennen.
Die Therapie richtet sich nach der Ursache der Aquäduktproblematik:
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