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Eine Arachnoidalzyste ist eine gutartige, flüssigkeitsgefüllte Aussackung der Hirnhaut. Sie tritt meist angeboren auf und verursacht oft keine Beschwerden.
Eine Arachnoidalzyste ist eine gutartige, flüssigkeitsgefüllte Aussackung der Hirnhaut. Sie tritt meist angeboren auf und verursacht oft keine Beschwerden.
Eine Arachnoidalzyste ist eine mit Liquor (Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit) gefüllte, gutartige Zyste, die sich zwischen den Hirnhäuten bildet. Genauer entsteht sie innerhalb der Arachnoidea, der mittleren der drei Hirnhäute (Meningen). Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort für Spinngewebe ab, da die Arachnoidea aufgrund ihrer feinen Struktur so benannt wurde. Arachnoidalzysten sind in den meisten Fällen harmlos und verursachen keine Symptome.
Arachnoidalzysten entstehen überwiegend als angeborene (kongenitale) Fehlbildung während der Embryonalentwicklung, wenn sich die Arachnoidea abnormal teilt oder faltet. Seltener können sie als Folge von äußeren Einflüssen erworben werden, darunter:
Primäre (angeborene) Arachnoidalzysten sind weitaus häufiger als sekundäre (erworbene) Formen. Sie treten bevorzugt im mittleren Schädelgrubenbereich, an den Hirnpolen und im Bereich des Kleinhirns auf.
Die meisten Arachnoidalzysten werden zufällig bei bildgebenden Untersuchungen entdeckt und verursachen keine Beschwerden. Wenn jedoch eine Zyste wächst und auf benachbarte Hirnstrukturen drückt, können folgende Symptome auftreten:
Die Schwere der Symptome hängt von der Größe und Lage der Zyste ab.
Arachnoidalzysten werden in der Regel durch bildgebende Verfahren diagnostiziert:
Eine neurologische Untersuchung sowie ggf. ein EEG (Elektroenzephalogramm) bei Verdacht auf epileptische Anfälle können die Diagnose ergänzen.
Da die meisten Arachnoidalzysten beschwerdefrei bleiben, ist in vielen Fällen keine Behandlung notwendig. Regelmäßige bildgebende Kontrolluntersuchungen (Watch-and-Wait-Strategie) werden empfohlen, um ein etwaiges Wachstum zu überwachen.
Eine Behandlung ist angezeigt, wenn die Zyste Symptome verursacht, wächst oder zu einem erhöhten Hirndruck führt. Zu den chirurgischen Optionen gehören:
Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach Lage, Größe und klinischen Symptomen der Zyste sowie nach dem Alter und Allgemeinzustand des Patienten.
Die Prognose bei Arachnoidalzysten ist im Allgemeinen sehr gut. Die meisten bleiben stabil und erfordern keine Behandlung. Nach einem operativen Eingriff sind die Ergebnisse in der Regel zufriedenstellend, wobei eine vollständige Symptomfreiheit nicht immer garantiert werden kann. Selten können Komplikationen wie eine Zysten-Blutung oder ein Rezidiv auftreten.
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