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Die Arteria splenica ist das größte Gefäß des Truncus coeliacus und versorgt die Milz, den Pankreasschwanz und Teile des Magens mit sauerstoffreichem Blut.
Die Arteria splenica ist das größte Gefäß des Truncus coeliacus und versorgt die Milz, den Pankreasschwanz und Teile des Magens mit sauerstoffreichem Blut.
Die Arteria splenica (auch Arteria lienalis genannt) ist ein großes arterielles Blutgefäß des Bauchraums. Sie entspringt aus dem Truncus coeliacus, dem gemeinsamen Abgangsast der Bauchschlagader (Aorta abdominalis), und verläuft in einem charakteristisch geschlängelten (tortuösen) Verlauf entlang des Oberrands der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zur Milz (Splen). Mit einer Länge von durchschnittlich 8–32 cm zählt sie zu den längsten Eingeweidearterien des menschlichen Körpers.
Die Arteria splenica lässt sich topografisch in drei Abschnitte unterteilen:
Die Arteria splenica ist für die Blutversorgung folgender Strukturen verantwortlich:
Das Aneurysma der Arteria splenica ist mit einem Anteil von ca. 60 % aller viszeralen Aneurysmen die häufigste Erweiterung einer Eingeweidearterie. Risikofaktoren umfassen Schwangerschaft, portale Hypertension, Arteriosklerose und fibromuskuläre Dysplasie. Kleine Aneurysmen verlaufen oft asymptomatisch; eine Ruptur ist jedoch lebensbedrohlich und geht mit akuten abdominellen Schmerzen und hämodynamischer Instabilität einher. Die Behandlung erfolgt je nach Größe und Risikoprofil durch endovaskuläre Embolisation oder offene chirurgische Versorgung.
Ein Verschluss oder eine hochgradige Stenose der Arteria splenica bzw. ihrer Äste kann zu einem Milzinfarkt führen. Ursachen sind unter anderem Vorhofflimmern mit Thromboembolien, Sichelzellanämie, Vaskulitiden oder iatrogene Verletzungen. Leitsymptom ist ein linksseitiger Oberbauchschmerz, der in die linke Schulter ausstrahlen kann.
Aufgrund der engen anatomischen Lagebeziehung zum Pankreas besteht bei Operationen am Pankreas (z. B. distale Pankreatektomie) ein erhöhtes Risiko für Verletzungen der Arteria splenica. Eine versehentliche Verletzung kann zu einer akuten Blutung oder zu einer postoperativen Milzischämie führen.
Die Arteria splenica wird routinemäßig mittels CT-Angiographie, MR-Angiographie oder konventioneller Doppler-Sonographie beurteilt. Diese Verfahren sind essenziell für die Diagnose von Aneurysmen, Stenosen, Thrombosen und vaskulären Fehlbildungen.
Die Arteria splenica entwickelt sich embryonal aus dem ventralen Splanchnikusgefäßsystem und ist eng mit der Entwicklung des Truncus coeliacus verknüpft. Anatomische Varianten, wie ein direkter Abgang aus der Aorta oder eine gemeinsame Arteria hepatosplenica, sind selten, aber klinisch relevant.
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