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Die Arteria ulnaris ist eine der zwei Hauptarterien des Unterarms und versorgt die Elle (Ulna) sowie die Hand mit sauerstoffreichem Blut.
Die Arteria ulnaris ist eine der zwei Hauptarterien des Unterarms und versorgt die Elle (Ulna) sowie die Hand mit sauerstoffreichem Blut.
Die Arteria ulnaris (auch A. ulnaris genannt) ist eine der zwei wichtigsten Schlagadern des Unterarms. Sie entsteht in der Ellenbeuge als einer der zwei Endäste der Arteria brachialis (Oberarmarterie) und verläuft auf der Innenseite (ulnaren Seite) des Unterarms in Richtung Handgelenk und Hand. Zusammen mit der Arteria radialis stellt sie die arterielle Hauptversorgung der Hand sicher.
Die Arteria ulnaris entspringt auf Höhe der Ellenbeuge aus der Arteria brachialis und verläuft zunächst tief unter den Unterarmmuskeln, bevor sie im weiteren Verlauf oberflächlicher wird. Sie zieht medial (ellenseitig) am Unterarm entlang und tritt durch den sogenannten Guyon-Kanal (Canalis ulnaris) in die Hand ein – eine enge Passage am Handgelenk zwischen dem Erbsenbein (Os pisiforme) und dem Hakenbein (Os hamatum).
In der Hohlhand bildet die Arteria ulnaris gemeinsam mit einem Ast der Arteria radialis den Arcus palmaris superficialis (oberflächlichen Hohlhandbogen), der für die Blutversorgung der Finger verantwortlich ist.
Die Arteria ulnaris gibt entlang ihres Verlaufs verschiedene Äste ab:
Der Puls der Arteria ulnaris kann am Handgelenk auf der Innenseite (Kleinfingerseite) getastet werden. Er ist zwar weniger bekannt als der Puls der Arteria radialis (Speichenpuls), wird aber in der klinischen Untersuchung ebenfalls genutzt, zum Beispiel beim Allen-Test, der die Durchblutung der Hand durch beide Unterarmarterien überprüft.
Der Allen-Test ist ein einfaches klinisches Verfahren, bei dem beide Unterarmarterien gleichzeitig abgedrückt werden und anschließend abwechselnd freigegeben werden. So lässt sich prüfen, ob die Hand ausreichend durch die jeweilige Arterie allein versorgt wird. Dies ist besonders wichtig vor Eingriffen, bei denen eine der Arterien als Transplantat entnommen oder punktiert wird.
Das Guyon-Kanal-Syndrom (Loge-de-Guyon-Syndrom) entsteht durch eine Einengung des Guyon-Kanals am Handgelenk, wodurch sowohl der Nervus ulnaris als auch die Arteria ulnaris komprimiert werden können. Typische Symptome sind Kribbeln, Taubheitsgefühl und Schwäche im kleinen Finger und Ringfinger sowie Durchblutungsstörungen der Hand.
Das Hypothenar-Hammer-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, bei der die Arteria ulnaris durch wiederholte Schläge oder Druckeinwirkung auf die Hohlhand (Hypothenar-Region) geschädigt wird. Es kann zur Thrombose (Blutgerinnselbildung) oder zu einem Aneurysma (Ausweitung) der Arterie kommen, was zu Durchblutungsstörungen der Finger führt.
In der Herzchirurgie und Gefäßchirurgie kann die Arteria ulnaris in ausgewählten Fällen als Gefäßtransplantat verwendet werden, etwa zur Revaskularisation des Herzens. Voraussetzung ist immer ein unauffälliger Allen-Test, der sicherstellt, dass die Hand auch ohne die entnommene Arterie ausreichend durchblutet wird.
Zur Beurteilung der Arteria ulnaris stehen verschiedene diagnostische Verfahren zur Verfügung:
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