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Die Arterienwandmessung ist ein diagnostisches Verfahren zur Beurteilung der Dicke und Beschaffenheit von Arterienwänden. Sie dient der Früherkennung von Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose.
Die Arterienwandmessung ist ein diagnostisches Verfahren zur Beurteilung der Dicke und Beschaffenheit von Arterienwänden. Sie dient der Früherkennung von Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose.
Die Arterienwandmessung ist ein nicht-invasives diagnostisches Verfahren, bei dem die Dicke und Struktur der Arterienwände mithilfe bildgebender Methoden untersucht wird. Besonders häufig wird dabei die sogenannte Intima-Media-Dicke (IMT) der Halsschlagader (Arteria carotis) gemessen. Diese Messung liefert wichtige Hinweise auf den Zustand der Blutgefäße und das individuelle Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Arterien bestehen aus drei Schichten: der Intima (innere Schicht), der Media (mittlere Muskelschicht) und der Adventitia (äußere Schicht). Eine Verdickung der Intima-Media-Schicht gilt als frühes Zeichen einer Arteriosklerose – einer Verhärtung und Verengung der Blutgefäße, die zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann.
Die Arterienwandmessung wird vor allem eingesetzt bei:
Die Messung erfolgt in der Regel mittels hochauflösendem Ultraschall (Sonographie). Der Arzt oder die Ärztin platziert dabei einen Ultraschallkopf am Hals des Patienten und misst die Wanddicke der Halsschlagader. Das Verfahren ist schmerzlos, dauert nur wenige Minuten und erfordert keine Strahlenbelastung.
Typische Messpunkte sind die Arteria carotis communis (gemeinsame Halsschlagader) und die Arteria carotis interna (innere Halsschlagader). Die gemessene Intima-Media-Dicke wird in Millimetern angegeben und mit alters- und geschlechtsspezifischen Normwerten verglichen.
Als Richtwert gilt bei Erwachsenen:
Die Werte müssen immer im klinischen Gesamtkontext bewertet werden. Alter, Geschlecht und bestehende Vorerkrankungen spielen eine wichtige Rolle bei der Interpretation.
Die Arterienwandmessung ermöglicht es, Gefäßveränderungen zu erkennen, bevor klinische Symptome auftreten. Sie ergänzt klassische Risikofaktoren wie Blutdruckmessungen und Blutuntersuchungen und kann die individuelle Risikoeinschätzung für Herzinfarkt und Schlaganfall verbessern.
Studien zeigen, dass eine erhöhte Intima-Media-Dicke unabhängig von anderen Risikofaktoren mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse assoziiert ist. Die Messung wird daher insbesondere in der präventiven Kardiologie und Gefäßmedizin eingesetzt.
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