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Aszites bezeichnet die krankhafte Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle. Er entsteht häufig bei Lebererkrankungen, Herzinsuffizienz oder Tumoren.
Aszites bezeichnet die krankhafte Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle. Er entsteht häufig bei Lebererkrankungen, Herzinsuffizienz oder Tumoren.
Aszites (auch: Bauchwassersucht) bezeichnet die pathologische Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum, genauer gesagt in der Peritonealhöhle – dem Raum zwischen den Bauchorganen und der Bauchfellinnenauskleidung. Normalerweise befinden sich dort nur wenige Milliliter Flüssigkeit zur Schmierung der Organe. Bei Aszites können sich mehrere Liter Flüssigkeit ansammeln, was zu einem deutlich sichtbaren Bauchauftreibung führen kann.
Aszites ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom einer zugrunde liegenden Erkrankung. Die häufigsten Ursachen sind:
Die Beschwerden bei Aszites hängen von der Menge der angesammelten Flüssigkeit ab. Typische Symptome sind:
Die Diagnose von Aszites erfolgt durch verschiedene Untersuchungsverfahren:
Der Arzt tastet den Bauch ab (Palpation) und klopft ihn ab (Perkussion). Charakteristisch ist ein gedämpfter Klopfschall in den Flanken, der sich bei Lagewechsel verändert (sogenanntes Shifting Dullness).
Die Bauchultraschalluntersuchung ist die wichtigste bildgebende Methode zur Diagnose und Mengenabschätzung von Aszites. Bereits kleine Mengen ab ca. 100 ml sind nachweisbar.
Zur genauen Ursachenklärung wird häufig eine Probe der Flüssigkeit entnommen und laborchemisch analysiert. Dabei werden unter anderem Eiweiß, Zellen, Bakterien und Tumorzellen untersucht. Der SAAG-Wert (Serum-Aszites-Albumin-Gradient) hilft, zwischen portalem und nicht-portalem Aszites zu unterscheiden.
Je nach vermuteter Ursache können weitere Blutuntersuchungen, CT- oder MRT-Aufnahmen des Bauches sowie eine Leberbiopsie notwendig sein.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des Aszites und seiner Schwere:
Diuretika (harntreibende Mittel) sind die erste Wahl bei lebererkrankungsbedingtem Aszites. Eingesetzt werden vor allem Spironolacton und Furosemid, oft in Kombination. Sie fördern die Ausscheidung von Natrium und Wasser über die Niere.
Bei großen Mengen (mehr als 5 Liter) wird die Flüssigkeit durch einen Einstich in die Bauchwand direkt abgelassen. Dies bringt schnelle Linderung der Beschwerden. Gleichzeitig wird Albumin intravenös verabreicht, um den Kreislauf zu stabilisieren.
Bei wiederkehrendem (refraktärem) Aszites infolge portaler Hypertension kann ein TIPS-Eingriff den Druck im Pfortadersystem senken. Dabei wird eine Verbindung zwischen Pfortader und Lebervene durch einen Kathetereingriff hergestellt.
Bei tumorös bedingtem Aszites steht die onkologische Therapie im Vordergrund. Bei Herzinsuffizienz wird die Herztherapie optimiert. Eine erfolgreiche Behandlung der Grunderkrankung kann den Aszites deutlich verringern oder beseitigen.
Die Prognose hängt stark von der Grunderkrankung ab. Aszites bei Leberzirrhose ist mit einer erhöhten Sterblichkeit verbunden – innerhalb von 2 Jahren sterben ohne Lebertransplantation etwa 50 % der betroffenen Patienten. Bei malignem Aszites ist die Prognose in der Regel ungünstiger. Eine frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung verbessern die Lebensqualität erheblich.
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