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Atemgymnastik umfasst gezielte Übungen zur Verbesserung der Atemfunktion. Sie wird bei Atemwegserkrankungen, Stress und zur Rehabilitation eingesetzt.
Atemgymnastik umfasst gezielte Übungen zur Verbesserung der Atemfunktion. Sie wird bei Atemwegserkrankungen, Stress und zur Rehabilitation eingesetzt.
Atemgymnastik bezeichnet eine Sammlung gezielter Atem- und Bewegungsübungen, die darauf abzielen, die Atemmuskulatur zu stärken, die Lungenkapazität zu verbessern und das Atemmuster zu optimieren. Sie ist ein fester Bestandteil der Physiotherapie und Atemtherapie und wird sowohl präventiv als auch therapeutisch eingesetzt. Die Übungen richten sich an Menschen aller Altersgruppen – von Kindern mit Asthma bis hin zu älteren Patienten nach einer Lungenerkrankung.
Atemgymnastik wird in einer Vielzahl von medizinischen und präventiven Bereichen eingesetzt:
Es gibt verschiedene Techniken der Atemgymnastik, die je nach Ziel und Erkrankung eingesetzt werden:
Bei dieser Technik wird der Zwerchfellmuskel gezielt aktiviert, um die Lunge tiefer zu belüften. Die Bauchatmung gilt als die effizienteste Atemform und fördert Entspannung sowie den Gasaustausch in der Lunge.
Die Lippenbremse ist eine Technik, bei der die Luft gegen leicht geschlossene Lippen ausgeatmet wird. Dadurch entsteht ein leichter Gegendruck, der die kleinen Atemwege offen hält. Sie wird besonders bei COPD eingesetzt.
Durch bewusstes, langsames Ein- und Ausatmen wird die Atemtiefe erhöht. Diese Übungen helfen, Atelektasen (kollabierte Lungenbereiche) zu vermeiden und die Sauerstoffversorgung zu verbessern.
Diese Techniken unterstützen das Abhusten von Schleim aus den Atemwegen. Beim Huffing wird Luft mit kurzen, kräftigen Atemstößen ausgepresst, ohne dabei zu husten.
Aus der Yoga-Tradition stammende Atemübungen wie die Wechselatmung (Nadi Shodhana) oder das Ujjayi-Atmen werden zunehmend auch in der medizinischen Praxis zur Stressreduktion und Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens empfohlen.
Atemgymnastik kann individuell, in Gruppen oder unter Anleitung eines Physiotherapeuten durchgeführt werden. Ein typisches Programm umfasst:
Übungen sollten regelmäßig – idealerweise täglich – durchgeführt werden, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen. Auch kurze Einheiten von 10 bis 15 Minuten sind bereits wirksam.
Zahlreiche klinische Studien belegen den Nutzen von Atemgymnastik:
Atemgymnastik ist in der Regel sicher und hat kaum Nebenwirkungen. Bei falscher Durchführung kann es in seltenen Fällen zu Schwindel oder Hyperventilation kommen. Personen mit schweren Herzerkrankungen, frischen Rippenfrakturen oder akuten Infektionen der Atemwege sollten vor Beginn einen Arzt konsultieren.
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