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Azithromycin ist ein Breitband-Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide, das zur Behandlung bakterieller Infektionen eingesetzt wird.
Azithromycin ist ein Breitband-Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide, das zur Behandlung bakterieller Infektionen eingesetzt wird.
Azithromycin ist ein verschreibungspflichtiges Antibiotikum aus der Klasse der Makrolide. Es wirkt gegen eine Vielzahl von Bakterien und wird zur Behandlung unterschiedlicher Infektionskrankheiten eingesetzt. Azithromycin wurde in den 1980er Jahren entwickelt und ist heute eines der weltweit am häufigsten verschriebenen Antibiotika.
Azithromycin wird bei verschiedenen bakteriellen Infektionen angewendet, darunter:
Azithromycin hemmt die bakterielle Proteinsynthese, indem es reversibel an die 50S-Untereinheit des bakteriellen Ribosoms bindet. Dadurch wird die Translokation von Aminosäureketten blockiert und die Vermehrung der Bakterien gestoppt. Azithromycin wirkt vorwiegend bakteriostatisch (wachstumshemmend), kann aber in hohen Konzentrationen auch bakterizid (abtötend) wirken.
Ein besonderes Merkmal von Azithromycin ist seine sehr lange Halbwertszeit von etwa 68 Stunden. Dies ermöglicht eine einmal tägliche Einnahme über nur 3–5 Tage, während die Wirkung im Gewebe noch deutlich länger anhält.
Azithromycin ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich: als Tabletten (250 mg, 500 mg), Suspension (für Kinder) und als Infusionslösung (für stationäre Behandlungen). Die genaue Dosierung richtet sich nach dem Alter des Patienten, der Art der Infektion und dem verordnenden Arzt. Typische Dosierungsschemata sind:
Azithromycin kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden, da die Nahrungsaufnahme die Resorption bei Tabletten nicht wesentlich beeinflusst.
Wie alle Arzneimittel kann Azithromycin Nebenwirkungen verursachen. Häufig auftretende Nebenwirkungen sind:
Seltenere, aber schwerwiegendere Nebenwirkungen umfassen:
Azithromycin kann mit verschiedenen Medikamenten wechselwirken. Besondere Vorsicht ist geboten bei gleichzeitiger Einnahme von:
Azithromycin sollte nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Azithromycin, anderen Makrolid-Antibiotika oder einem der sonstigen Bestandteile des Präparats. Bei schwerer Leberinsuffizienz ist Vorsicht geboten.
Durch den häufigen Einsatz von Azithromycin haben in den letzten Jahren Resistenzen bei verschiedenen Bakterienarten zugenommen. Um Resistenzentwicklungen zu verhindern, sollte Azithromycin nur bei nachgewiesenen oder sehr wahrscheinlichen bakteriellen Infektionen eingesetzt und die Therapie stets vollständig abgeschlossen werden.