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Betaglucan ist ein natürlicher Ballaststoff aus Getreide und Pilzen, der das Immunsystem stärkt, den Cholesterinspiegel senkt und die Darmgesundheit fördert.
Betaglucan ist ein natürlicher Ballaststoff aus Getreide und Pilzen, der das Immunsystem stärkt, den Cholesterinspiegel senkt und die Darmgesundheit fördert.
Betaglucan (auch Beta-Glucan oder ß-Glucan geschrieben) ist ein natürlich vorkommender Ballaststoff, der zur Gruppe der Polysaccharide gehört. Polysaccharide sind langkettige Kohlenhydrate, die aus vielen miteinander verbundenen Zuckermolekülen bestehen. Betaglucan findet sich vor allem in den Zellwänden von Getreidesorten wie Hafer und Gerste, aber auch in bestimmten Pilzen (z. B. Shiitake, Maitake, Reishi), Hefen und einigen Bakterien.
Je nach Herkunft unterscheiden sich die chemische Struktur und die biologischen Eigenschaften von Betaglucan. Besonders die Betaglucane aus Hafer und Gerste sind für ihre herzschützenden und blutzuckerregulierenden Effekte bekannt, während Pilz- und Hefe-Betaglucane vor allem immunmodulatorische Wirkungen zeigen.
Betaglucan wirkt im menschlichen Körper auf mehreren Ebenen:
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat bestätigt, dass der tägliche Verzehr von mindestens 3 g Hafer- oder Gersten-Betaglucan nachweislich den Blutcholesterinspiegel senkt und damit zur Herzgesundheit beiträgt. Diese Menge ist beispielsweise in etwa 60 g Haferflocken enthalten.
Mehrere klinische Studien zeigen, dass Betaglucan den postprandialen Blutzucker- und Insulinanstieg reduziert. Dies ist besonders relevant für Menschen mit Typ-2-Diabetes oder einem erhöhten Risiko für diese Erkrankung.
Betaglucane aus Pilzen und Hefen werden in der Nahrungsergänzung und der komplementären Medizin zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. In einigen onkologischen Kontexten (z. B. in Japan mit dem Pilzextrakt Lentinan) werden sie als adjuvante Therapie begleitend zur Krebsbehandlung untersucht.
Topisch angewendetes Betaglucan (häufig als Beta-Glucan 1,3/1,6 in Kosmetika) hat feuchtigkeitsspendende und wundheilungsfördernde Eigenschaften. Es wird in Hautpflegeprodukten zur Reduktion von Falten und zur Beruhigung gereizter Haut eingesetzt.
Betaglucan kommt natürlich in folgenden Lebensmitteln vor:
Für die cholesterinsenkende Wirkung empfiehlt die EFSA eine tägliche Zufuhr von mindestens 3 g Betaglucan aus Hafer oder Gerste. Für immunologische Effekte werden in Nahrungsergänzungsmitteln häufig Dosierungen zwischen 250 mg und 1000 mg täglich verwendet, wobei die optimale Dosis je nach Produkt und Indikation variiert.
Betaglucan aus Lebensmitteln gilt als sehr sicher und gut verträglich. Bei der Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel in höheren Dosen können gelegentlich leichte Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder weicher Stuhl auftreten, besonders zu Beginn der Anwendung. Personen mit Autoimmunerkrankungen sollten vor der Einnahme von immunstimulierenden Betaglucan-Präparaten einen Arzt konsultieren, da eine übermäßige Immunaktivierung theoretisch möglich ist.
Wechselwirkungen mit Medikamenten sind bei nahrungsmittelüblichen Mengen nicht bekannt. Bei gleichzeitiger Einnahme von Immunsuppressiva sollte die Anwendung von Pilz-Betaglucan-Supplementen ärztlich abgeklärt werden.
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