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Bindegewebsschwäche bezeichnet eine verminderte Festigkeit des Bindegewebes, die zu Symptomen wie Krampfadern, Cellulite oder Gelenkinstabilität führen kann.
Bindegewebsschwäche bezeichnet eine verminderte Festigkeit des Bindegewebes, die zu Symptomen wie Krampfadern, Cellulite oder Gelenkinstabilität führen kann.
Als Bindegewebsschwäche bezeichnet man eine verminderte Stabilität und Elastizität des Bindegewebes im menschlichen Körper. Das Bindegewebe ist ein vielseitiges Stützgewebe, das nahezu alle Organe, Muskeln, Gelenke, Gefäße und die Haut durchzieht. Es besteht hauptsächlich aus Kollagenfasern, elastischen Fasern und einer Grundsubstanz. Bei einer Bindegewebsschwäche sind diese Strukturen in ihrer Qualität oder Menge beeinträchtigt, sodass das Gewebe weniger widerstandsfähig ist.
Die Bindegewebsschwäche ist weit verbreitet und betrifft Frauen häufiger als Männer, da das weibliche Bindegewebe von Natur aus netzförmig und lockerer strukturiert ist als das des Mannes.
Die Ursachen einer Bindegewebsschwäche sind vielfältig und können sowohl genetisch als auch lebensstilbedingt sein:
Eine Bindegewebsschwäche kann sich in verschiedenen Körperbereichen bemerkbar machen:
Die Diagnose einer Bindegewebsschwäche erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung beim Hausarzt, Orthopäden oder Dermatologen. Dabei werden die Haut, Gelenke und Gefäße beurteilt. Bei Verdacht auf eine genetisch bedingte Bindegewebserkrankung können ergänzend genetische Tests oder bildgebende Verfahren (z. B. Ultraschall, MRT) eingesetzt werden. Spezifische Laborwerte für eine allgemeine Bindegewebsschwäche existieren nicht; bei Nährstoffmangel können jedoch entsprechende Blutuntersuchungen sinnvoll sein.
Eine ursächliche Heilung der genetisch bedingten Bindegewebsschwäche ist bislang nicht möglich. Die Behandlung konzentriert sich daher auf die Linderung der Symptome und die Stärkung des Bindegewebes:
Regelmäßige körperliche Aktivität, insbesondere Kraft- und Ausdauertraining, stärkt die Muskulatur, die das Bindegewebe unterstützt. Geeignete Sportarten sind Schwimmen, Radfahren, Yoga und gezieltes Krafttraining.
Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitamin C (unterstützt die Kollagensynthese), Zink, Kupfer, Silizium sowie proteinreichen Lebensmitteln kann die Bindegewebsqualität fördern. Nahrungsergänzungsmittel mit hydrolysiertem Kollagen werden häufig eingesetzt, wobei die Studienlage zunehmend positiv ist.
Gezielte physiotherapeutische Übungen helfen, die Muskulatur zu kräftigen und die Gelenke zu stabilisieren.
Je nach Symptomatik kommen spezifische Maßnahmen infrage: Kompressionsstrümpfe bei Krampfadern, operative Eingriffe bei Hernien oder Organsenkungen sowie dermatologische Behandlungen bei Hautveränderungen.
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