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Die Bioverfügbarkeitsformel berechnet, welcher Anteil eines Wirkstoffs nach der Einnahme tatsächlich im Blut ankommt. Sie ist zentral für die Pharmakologie und Ernährungswissenschaft.
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Die Bioverfügbarkeitsformel ist ein mathematisches Werkzeug aus der Pharmakologie und Ernährungswissenschaft, mit dem berechnet wird, welcher Anteil einer eingenommenen Substanz – sei es ein Medikament, ein Nährstoff oder ein Nahrungsergänzungsmittel – tatsächlich in den systemischen Blutkreislauf gelangt und damit biologisch wirksam wird. Die sogenannte absolute Bioverfügbarkeit (F) wird dabei als Prozentwert oder als Dezimalzahl zwischen 0 und 1 ausgedrückt.
Die klassische Formel zur Berechnung der absoluten Bioverfügbarkeit lautet:
F = (AUCoral / Dosisoral) ÷ (AUCiv / Dosisiv) × 100 %
Dabei steht AUC für Area Under the Curve (Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve). Diese Fläche beschreibt, wie viel Wirkstoff über einen bestimmten Zeitraum im Blut messbar ist. Die intravenöse (iv) Gabe dient als Referenz, da bei dieser Applikationsform 100 % des Wirkstoffs direkt ins Blut gelangen.
Wird ein Medikament oral verabreicht und die AUC beträgt dabei 80 % der AUC nach intravenöser Gabe (bei gleicher Dosis), so beträgt die Bioverfügbarkeit F = 80 %.
Neben der absoluten Bioverfügbarkeit gibt es die relative Bioverfügbarkeit. Diese vergleicht zwei verschiedene Darreichungsformen (z. B. Tablette vs. Kapsel oder zwei verschiedene Generika) miteinander, ohne eine intravenöse Referenz zu verwenden:
Frel = (AUCTestprodukt / DosisTest) ÷ (AUCReferenzprodukt / DosisReferenz) × 100 %
Die relative Bioverfügbarkeit ist besonders relevant für die Zulassung von Generika und die Qualitätskontrolle von Arzneimitteln.
Die Bioverfügbarkeit einer Substanz wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst:
In der Ernährungswissenschaft beschreibt die Bioverfügbarkeit, wie gut der Körper Nährstoffe aus der Nahrung aufnehmen und verwerten kann. Beispielsweise ist Eisen aus tierischen Quellen (Häm-Eisen) mit einer Bioverfügbarkeit von ca. 15–35 % deutlich besser verwertbar als Nicht-Häm-Eisen aus pflanzlichen Quellen (2–20 %). Die Formel hilft dabei, den tatsächlichen Nährwert von Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln besser einzuschätzen.
Die Bioverfügbarkeitsformel ist entscheidend für:
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