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Ein Bioverfügbarkeitstest misst, wie viel eines Wirkstoffs nach der Einnahme tatsächlich ins Blut gelangt und am Wirkort verfügbar ist.
Ein Bioverfügbarkeitstest misst, wie viel eines Wirkstoffs nach der Einnahme tatsächlich ins Blut gelangt und am Wirkort verfügbar ist.
Ein Bioverfügbarkeitstest ist ein wissenschaftliches Verfahren, mit dem ermittelt wird, welcher Anteil eines aufgenommenen Wirkstoffs – etwa aus einem Medikament, einem Nahrungsergänzungsmittel oder einem Lebensmittel – nach der Einnahme tatsächlich in den Blutkreislauf gelangt und am Zielort im Körper wirksam werden kann. Die Bioverfügbarkeit ist damit ein zentrales Maß für die Wirksamkeit und Effizienz eines Stoffes im menschlichen Organismus.
Nicht jeder Stoff, der eingenommen wird, gelangt vollständig in den Körper. Verschiedene Faktoren wie die chemische Form eines Wirkstoffs, die Darreichungsform (z. B. Tablette, Kapsel, Flüssigkeit), die Mahlzeiten, individuelle Stoffwechseleigenschaften oder Wechselwirkungen mit anderen Substanzen können die Aufnahme erheblich beeinflussen. Ein Bioverfügbarkeitstest liefert daher wichtige Informationen für:
In der Regel wird Probanden eine definierte Menge des zu untersuchenden Stoffes verabreicht. Anschließend werden in festgelegten Zeitabständen Blut- oder Urinproben entnommen und analysiert. Aus den gemessenen Wirkstoffkonzentrationen im Blutplasma wird eine Konzentrations-Zeit-Kurve erstellt. Wichtige Parameter sind:
Hierbei wird die Aufnahme einer oralen Darreichungsform mit der intravenösen Gabe verglichen, da bei der intravenösen Applikation 100 % des Wirkstoffs direkt ins Blut gelangen. So lässt sich feststellen, wie viel Prozent des oral eingenommenen Stoffes tatsächlich systemisch verfügbar ist.
Zwei verschiedene Darreichungsformen oder Formulierungen desselben Wirkstoffs werden miteinander verglichen – z. B. eine neue Tablette mit einem bekannten Referenzprodukt. Dieses Verfahren wird häufig bei Bioäquivalenzstudien für Generika eingesetzt.
Laborbasierte Methoden, die ohne menschliche Probanden auskommen, z. B. Auflösungstests (Dissolution-Tests), mit denen die Freisetzung eines Wirkstoffs aus einer Darreichungsform simuliert wird. Sie dienen oft als erste Einschätzung vor klinischen Studien.
Bioverfügbarkeitstests werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt:
Zahlreiche Faktoren können die Bioverfügbarkeit eines Stoffes beeinflussen:
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