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Die Borderline-Störung ist eine psychische Erkrankung mit starken Stimmungsschwankungen, Impulsivität und instabilen Beziehungen. Sie ist behandelbar.
Die Borderline-Störung ist eine psychische Erkrankung mit starken Stimmungsschwankungen, Impulsivität und instabilen Beziehungen. Sie ist behandelbar.
Die Borderline-Störung, auch Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) oder emotional instabile Persönlichkeitsstörung genannt, ist eine schwere psychische Erkrankung, die das Denken, Fühlen und Verhalten eines Menschen tiefgreifend beeinflusst. Betroffene erleben intensive und schnell wechselnde Emotionen, haben Schwierigkeiten, stabile Beziehungen aufzubauen, und kämpfen häufig mit einem instabilen Selbstbild. Die Erkrankung beginnt meist im Jugendalter oder frühen Erwachsenenalter und betrifft schätzungsweise 1,5 bis 3 Prozent der Bevölkerung.
Die genauen Ursachen der Borderline-Störung sind noch nicht vollständig erforscht. Es wird von einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren ausgegangen:
Die Borderline-Störung äußert sich in einer Vielzahl von Symptomen, die von Person zu Person unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. Die wichtigsten Merkmale umfassen:
Die Diagnose der Borderline-Störung erfolgt durch einen Psychiater oder Psychotherapeuten auf Basis eines ausführlichen klinischen Gesprächs. Als Grundlage dienen die diagnostischen Kriterien des DSM-5 (Diagnostischer und Statistischer Leitfaden Psychischer Störungen) oder der ICD-10/ICD-11 (Internationale Klassifikation der Krankheiten). Für die Diagnose müssen mindestens fünf von neun definierten Kriterien erfüllt sein. Standardisierte Fragebögen und strukturierte Interviews können die Diagnosestellung unterstützen. Eine sorgfältige Abgrenzung zu anderen psychischen Erkrankungen wie bipolarer Störung, PTBS oder Depression ist wichtig.
Die Borderline-Störung ist mit der richtigen Behandlung gut therapierbar. Eine Kombination aus Psychotherapie und bei Bedarf medikamentöser Unterstützung gilt als wirksamster Ansatz.
Es gibt keine spezifisch für die BPS zugelassenen Medikamente. Bestimmte Symptome wie Stimmungsschwankungen, Angst oder Impulsivität können jedoch mit Antidepressiva, Stimmungsstabilisatoren oder niedrig dosierten Antipsychotika unterstützend behandelt werden. Eine medikamentöse Therapie erfolgt stets begleitend zur Psychotherapie.
Je nach Schwere der Erkrankung kann eine stationäre oder teilstationäre Behandlung in einer psychiatrischen Klinik notwendig sein, insbesondere bei akuter Selbstgefährdung. In vielen Fällen ist eine ambulante Behandlung mit regelmäßigen Therapiesitzungen ausreichend.
Mit der richtigen Unterstützung können viele Betroffene ein stabiles und erfülltes Leben führen. Selbsthilfegruppen, der Aufbau eines stabilen sozialen Netzwerks und das Erlernen von Selbstfürsorgestrategien sind wichtige Bausteine der Genesung. Angehörige sollten ebenfalls Unterstützung und Informationen erhalten, um den Betroffenen bestmöglich helfen zu können.
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