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Borreliose Spätfolgen bezeichnen Langzeitbeschwerden nach einer Borrelia-Infektion. Sie können Gelenke, Nerven und das Herz betreffen und treten Wochen bis Jahre nach der Infektion auf.
Borreliose Spätfolgen bezeichnen Langzeitbeschwerden nach einer Borrelia-Infektion. Sie können Gelenke, Nerven und das Herz betreffen und treten Wochen bis Jahre nach der Infektion auf.
Die Borreliose (auch Lyme-Borreliose genannt) ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch den Erreger Borrelia burgdorferi verursacht und hauptsächlich durch den Stich infizierter Zecken übertragen wird. Wird die Erkrankung im Frühstadium nicht oder nicht ausreichend behandelt, kann sie in ein Spätstadium übergehen, das mit teils schwerwiegenden und längerfristigen Beschwerden einhergeht. Diese Spätfolgen können Wochen, Monate oder sogar Jahre nach der ursprünglichen Infektion auftreten.
Die Spätfolgen der Borreliose entstehen, wenn der Erreger Borrelia burgdorferi im Körper verbleibt und sich in verschiedene Gewebe und Organsysteme ausbreitet. Beginnünstigende Faktoren sind:
Der Erreger kann eine anhaltende Entzündungsreaktion im Körper auslösen, die zu einer Schädigung von Gelenken, Nerven und weiteren Organen führt.
Die Symptome im Spätstadium sind vielgestaltig und können verschiedene Organsysteme betreffen. Die häufigsten Manifestationen sind:
Die Lyme-Arthritis ist die häufigste Spätfolge und betrifft vor allem große Gelenke wie Knie, Hüfte und Schultern. Typische Beschwerden sind:
Eine chronische Neuroborreliose bezeichnet die Beteiligung des Nervensystems. Sie kann sich äußern durch:
In seltenen Fällen kann Borrelia das Herz befallen und zu folgenden Beschwerden führen:
Die Acrodermatitis chronica atrophicans ist eine charakteristische Hautveränderung, die vor allem in Europa vorkommt. Sie beginnt mit einer rötlich-blauärlichen Verfärbung der Haut, die später atrophisch (dünn und faltig) wird und hauptsächlich die Extremitäten betrifft.
Die Diagnose von Borreliose Spätfolgen ist oft herausfordernd, da die Symptome unspezifisch sind und andere Erkrankungen imitieren können. Die Diagnostik umfasst:
Wichtig: Ein positives Antikörperergebnis allein beweist keine aktive Erkrankung, da Antikörper nach durchgemachter Infektion jahrelang nachweisbar bleiben können.
Die Behandlung der Borreliose Spätfolgen basiert in erster Linie auf einer gezielten Antibiotikatherapie. Je nach betroffenen Organsystemen gelten unterschiedliche Empfehlungen:
Nach einer erfolgreichen Antibiotikatherapie können bei manchen Patienten weiterhin Beschwerden bestehen, die als Post-Lyme-Syndrom oder Post-Treatment Lyme Disease Syndrome (PTLDS) bezeichnet werden. Hierbei sind fortgesetzte Antibiotikagaben nicht wirksam und können schädlich sein. Die Behandlung erfolgt dann symptomatisch und unterstützend.
Die beste Strategie gegen Borreliose Spätfolgen ist die Verhütung der Infektion sowie die frühzeitige Erkennung und Behandlung im Frühstadium:
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