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Die Borreliose Therapie umfasst die antibiotische Behandlung der durch Zecken übertragenen Lyme-Borreliose. Frühzeitige Behandlung führt in den meisten Fällen zur vollständigen Heilung.
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Die Borreliose (auch Lyme-Borreliose genannt) ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Borrelia burgdorferi und verwandte Spirochäten verursacht wird. Diese Erreger werden über den Biss infizierter Zecken auf den Menschen übertragen. Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und den betroffenen Organsystemen.
Die Borreliose wird in der Regel mit Antibiotika behandelt. Die Wahl des Antibiotikums, die Dosierung und die Behandlungsdauer hängen vom Krankheitsstadium, dem Schweregrad der Symptome sowie dem Alter des Patienten ab. Grundsätzlich gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Heilungsaussichten.
Das häufigste Anzeichen im Frühstadium ist die sogenannte Wanderröte (Erythema migrans) – ein ringförmiger Hautausschlag um die Bissstelle. In diesem Stadium ist eine orale Antibiotikatherapie sehr wirksam:
Wenn sich die Erreger bereits im Körper ausgebreitet haben, können Beschwerden wie Gelenk-, Muskel- oder Nervenschmerzen, Herzrhythmusstörungen oder eine Gesichtsnervenlähmung auftreten. Die Therapie richtet sich nach dem betroffenen Organsystem:
Im Spätstadium können anhaltende Gelenkentzündungen (Lyme-Arthritis) oder neurologische Beschwerden auftreten. Die Behandlung erfolgt ähnlich wie im frühdisseminierten Stadium, meist mit einer längeren Antibiotikagabe. Bei einer behandlungsresistenten Lyme-Arthritis kommen zusätzlich entzündungshemmende Medikamente wie NSAR oder krankheitsmodifizierende Wirkstoffe zum Einsatz.
Einige Patienten leiden nach abgeschlossener Antibiotikatherapie noch Wochen oder Monate unter anhaltenden Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsproblemen oder Gelenkschmerzen. Dieses Phänomen wird als Post-Lyme-Syndrom oder Post-Treatment Lyme Disease Syndrome (PTLDS) bezeichnet. Eine verlängerte oder wiederholte Antibiotikatherapie ist in diesen Fällen nach aktueller Studienlage nicht empfohlen. Stattdessen werden symptomorientierte Therapien eingesetzt.
Nach einer Zeckenenfernung empfiehlt sich eine Beobachtung der Bissstelle für 4–6 Wochen auf das Auftreten einer Wanderröte. Eine prophylaktische Antibiotikagabe nach Zeckenbiss ist in Deutschland nur in Einzelfällen empfohlen (z. B. bei hochendemischen Regionen und langer Saugzeit). Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sind bei kompliziertem Verlauf sinnvoll.
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