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Cannabidiol (CBD) ist ein natürlicher Wirkstoff der Cannabispflanze ohne psychoaktive Wirkung. Er wird in der Medizin und als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenCannabidiol (CBD) ist ein natürlicher Wirkstoff der Cannabispflanze ohne psychoaktive Wirkung. Er wird in der Medizin und als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt.
Cannabidiol (kurz: CBD) ist eine natürlich vorkommende chemische Verbindung, die aus der Hanfpflanze (Cannabis sativa) gewonnen wird. Im Gegensatz zu Tetrahydrocannabinol (THC), dem bekanntesten Wirkstoff der Cannabispflanze, hat CBD keine psychoaktive Wirkung – es macht also nicht "high". CBD gehört zur Gruppe der sogenannten Cannabinoide, von denen bislang über 100 verschiedene identifiziert wurden.
CBD wirkt über das sogenannte Endocannabinoid-System des menschlichen Körpers. Dieses System besteht aus Rezeptoren (CB1 und CB2), die in verschiedenen Geweben und Organen verteilt sind und an der Regulierung zahlreicher Körperfunktionen beteiligt sind, darunter Schmerz, Stimmung, Schlaf, Immunantwort und Entzündungsprozesse.
CBD bindet nur schwach an diese Rezeptoren, beeinflusst sie jedoch indirekt auf vielfältige Weise. Außerdem interagiert CBD mit anderen Rezeptoren und Signalwegen, wie dem Serotonin-Rezeptor (5-HT1A), was möglicherweise zur angstlösenden Wirkung beiträgt.
In der Medizin ist CBD als Wirkstoff im Arzneimittel Epidiolex (in Europa: Epidyolex) zugelassen. Dieses Medikament wird zur Behandlung schwerer, seltener Epilepsieformen eingesetzt, darunter:
Die Wirksamkeit bei diesen Erkrankungen ist durch klinische Studien belegt und von Behörden wie der EMA (Europäische Arzneimittelagentur) sowie der FDA (US-amerikanische Zulassungsbehörde) anerkannt.
Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich mit dem Einsatz von CBD bei:
Für die meisten dieser Anwendungen fehlen bisher ausreichend große klinische Studien, sodass offizielle Zulassungen noch ausstehen.
CBD ist in vielen Ländern als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Ölen, Kapseln, Tinkturen oder Cremes erhältlich. Die rechtliche Lage variiert je nach Land erheblich. In der Europäischen Union gilt CBD als Novel Food, was bedeutet, dass Produkte einer Zulassung bedürfen, bevor sie als Lebensmittel vermarktet werden dürfen.
Es ist wichtig zu beachten, dass Nahrungsergänzungsmittel mit CBD nicht den gleichen Qualitäts- und Wirksamkeitsnachweisen unterliegen wie zugelassene Arzneimittel.
Die optimale Dosierung von CBD hängt vom Anwendungszweck, dem Körpergewicht und der individuellen Verträglichkeit ab. Im medizinischen Bereich wird die Dosierung stets ärztlich festgelegt. Für Nahrungsergänzungsmittel gibt es keine allgemein gültigen Empfehlungen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine tägliche Aufnahmemenge von bis zu 70 mg als vorläufig sicher eingestuft.
CBD gilt allgemein als gut verträglich. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Besonders wichtig: CBD kann die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen, da es über Leberenzyme (CYP450) abgebaut wird. Personen, die Blutverdünner, Antiepileptika oder andere Medikamente einnehmen, sollten vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.