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Cetoleinssäure ist eine einfach ungesättigte Fettsäure, die natürlich in Fischölen vorkommt und in der Ernährungs- und Gesundheitsforschung zunehmend Beachtung findet.
Zu bevorzugten Quellen hinzufügenCetoleinssäure ist eine einfach ungesättigte Fettsäure, die natürlich in Fischölen vorkommt und in der Ernährungs- und Gesundheitsforschung zunehmend Beachtung findet.
Cetoleinssäure (wissenschaftlich: Gondosäure, Trivialname auch Cetoleinsäure) ist eine einfach ungesättigte Fettsäure mit der Summenformel C22:1(n-11). Sie gehört zur Gruppe der Omega-11-Fettsäuren und kommt in der Natur vorwiegend in Fischölen vor, insbesondere in Heringöl, Lodde- und Kapelinfischöl sowie in einigen Meeressäugern. Ihr systematischer Name lautet (11Z)-Docos-11-ensäure.
Cetoleinssäure ist eine charakteristische Fettsäure bestimmter Meeresfische und deren Öle. Besonders hohe Gehalte finden sich in:
In Pflanzenölen und Landtieren tritt Cetoleinssäure hingegen kaum auf. In verarbeiteten Fischprodukten und Fischmehl kann sie ebenfalls nachgewiesen werden.
Cetoleinssäure ist eine langkettige, einfach ungesättigte Fettsäure mit 22 Kohlenstoffatomen und einer Doppelbindung an der 11. Position (Delta-11). Sie unterscheidet sich damit strukturell von der häufig diskutierten Erucasäure (C22:1, n-9) und von der Nervonsäure (C24:1). Durch ihre einzigartige Doppelbindungsposition hat Cetoleinssäure ein besonderes biochemisches Verhalten im Stoffwechsel.
Im menschlichen Organismus kann Cetoleinssäure in begrenztem Maße metabolisiert werden. Sie wird hauptsächlich durch Beta-Oxidation abgebaut und kann auch in Membranlipide eingebaut werden. Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Cetoleinssäure möglicherweise folgende Eigenschaften besitzt:
Wichtig: Die Forschung zu Cetoleinssäure befindet sich noch in einem frühen Stadium. Viele der postulierten Effekte sind bislang nicht abschließend durch klinische Studien belegt.
Für die meisten Menschen in Mitteleuropa ist die Aufnahme von Cetoleinssäure über die Ernährung gering, da der Konsum von fettreichen Meeresfischen und deren Ölen verhältnismäßig niedrig ist. Bevölkerungsgruppen mit traditionell hohem Fischkonsum – etwa in Skandinavien oder Küstenregionen – nehmen deutlich höhere Mengen auf. Derzeit existieren keine offiziellen Empfehlungen zur täglichen Zufuhr von Cetoleinssäure durch Organisationen wie die WHO oder DGE.
Cetoleinssäure gilt bei üblicher Nahrungsaufnahme über Fischprodukte als unbedenklich. Im Gegensatz zur strukturverwandten Erucasäure (aus Rapsöl), für die in hohen Dosen herzschädigende Effekte in Tiermodellen beschrieben wurden, bestehen für Cetoleinssäure bislang keine vergleichbaren Sicherheitsbedenken. Dennoch sollte eine sehr hohe Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel bis zur weiteren Klärung durch die Forschung vorsichtig betrachtet werden.