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Clarithromycin ist ein Breitspektrum-Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide, das bei bakteriellen Infektionen der Atemwege, Haut und des Magen-Darm-Trakts eingesetzt wird.
Clarithromycin ist ein Breitspektrum-Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide, das bei bakteriellen Infektionen der Atemwege, Haut und des Magen-Darm-Trakts eingesetzt wird.
Clarithromycin ist ein antibiotischer Wirkstoff aus der Gruppe der Makrolid-Antibiotika. Es handelt sich um ein halbsynthetisches Derivat von Erythromycin und wird seit den 1990er Jahren weltweit in der Medizin eingesetzt. Clarithromycin wirkt gegen eine Vielzahl von grammpositiven und gramnegativen Bakterien und gilt als gut verträglich und breit anwendbar.
Clarithromycin wird bei einer Reihe von bakteriellen Infektionskrankheiten verschrieben. Zu den häufigsten Anwendungsgebieten gehören:
Clarithromycin hemmt die bakterielle Proteinbiosynthese, indem es reversibel an die 50S-Untereinheit des bakteriellen Ribosoms bindet. Dadurch wird die Translokation der wachsenden Peptidkette blockiert, was die Vermehrung der Bakterien verhindert. Der Wirkstoff wirkt primär bakteriostatisch (wachstumshemmend), kann jedoch in hohen Konzentrationen auch bakterizid (abtötend) wirken. Zusätzlich verfügt Clarithromycin über antiinflammatorische Eigenschaften, die bei chronischen Atemwegserkrankungen therapeutisch genutzt werden können.
Clarithromycin ist als Tablette, Retardtablette und Suspension (für Kinder) erhältlich. Die übliche Dosierung für Erwachsene beträgt 250 bis 500 mg zweimal täglich, bei schweren Infektionen kann die Dosis höher sein. Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 7 bis 14 Tage, je nach Art und Schwere der Infektion. Clarithromycin kann mit oder ohne Mahlzeit eingenommen werden, Retardtabletten sollten jedoch mit einer Mahlzeit eingenommen werden.
Clarithromycin wird von den meisten Patienten gut vertragen. Zu den häufig berichteten Nebenwirkungen zählen:
Seltene, aber schwerwiegendere Nebenwirkungen umfassen:
Clarithromycin ist ein starker Hemmer des Leberenzyms CYP3A4 und kann daher die Blutkonzentrationen zahlreicher anderer Medikamente erhöhen. Wichtige Wechselwirkungen bestehen unter anderem mit:
Wie bei allen Antibiotika ist auch bei Clarithromycin die Entstehung von Antibiotikaresistenzen ein zunehmendes Problem. Bakterien können durch Mutation des ribosomalen Bindungsorts oder durch Effluxpumpen resistent werden. Eine sachgerechte Anwendung – also nur bei nachgewiesenen oder eindeutig vermuteten bakteriellen Infektionen und in der empfohlenen Dosierung und Dauer – ist daher essenziell.