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Coenzymersatz bezeichnet die gezielte Zufuhr von Coenzymen oder deren Vorstufen, um Mangelzustände auszugleichen und biochemische Prozesse im Körper zu unterstützen.
Coenzymersatz bezeichnet die gezielte Zufuhr von Coenzymen oder deren Vorstufen, um Mangelzustände auszugleichen und biochemische Prozesse im Körper zu unterstützen.
Coenzymersatz bezeichnet die therapeutische oder diätetische Zufuhr von Coenzymen oder deren biochemischen Vorstufen, um einen Mangel auszugleichen oder bestimmte Stoffwechselprozesse gezielt zu unterstützen. Coenzyme sind organische Moleküle, die als unverzichtbare Helfer von Enzymen fungieren und zahlreiche lebenswichtige Reaktionen im menschlichen Körper erst ermöglichen.
Zu den bekanntesten Coenzymen zählen Coenzym Q10 (Ubichinon), Coenzym A, NAD⁺ (Nicotinamidadenindinukleotid) sowie verschiedene B-Vitamin-abhängige Coenzyme wie Thiaminpyrophosphat (TPP), Pyridoxalphosphat (PLP) oder Folsäure. Viele dieser Verbindungen werden im Körper aus Vitaminen oder anderen Nährstoffen synthetisiert.
Coenzyme spielen eine zentrale Rolle in einer Vielzahl von Stoffwechselwegen:
Ein Mangel an Coenzymen kann verschiedene Ursachen haben:
Coenzym Q10 wird bei mitochondrialen Erkrankungen, Herzinsuffizienz und als Begleittherapie bei Statin-induzierter Myopathie eingesetzt. Studien zeigen, dass eine Supplementierung den zellulären Energiestoffwechsel verbessern und antioxidativen Stress reduzieren kann.
Bei angeborenen Stoffwechselstörungen, die bestimmte B-Vitamin-abhängige Enzyme betreffen, kann die Gabe hochdosierter Vitamine (z. B. Vitamin B6, Biotin, Riboflavin) den Coenzymersatz sicherstellen und Symptome lindern. Dies wird als vitaminresponsive Stoffwechselerkrankung bezeichnet.
Nicotinamidribosid (NR) und Nicotinamidmononukleotid (NMN) als Vorstufen von NAD⁺ werden in der Forschung intensiv auf ihre Wirkung bei altersbedingten Erkrankungen, metabolischem Syndrom und neurologischen Störungen untersucht.
Die Dosierung beim Coenzymersatz richtet sich nach dem jeweiligen Coenzym, der Grunderkrankung und individuellen Faktoren. Für Coenzym Q10 werden therapeutisch häufig Dosen zwischen 100 mg und 600 mg täglich eingesetzt. Bei genetischen Stoffwechselstörungen können deutlich höhere Dosen erforderlich sein, die stets ärztlich überwacht werden sollten.
Coenzyme werden in der Regel oral als Kapseln, Tabletten oder Weichgelatinekapseln verabreicht. Da viele Coenzyme fettlöslich sind (z. B. Coenzym Q10), empfiehlt sich die Einnahme zu fetthaltigen Mahlzeiten, um die Resorption zu verbessern.
Coenzymersatz-Präparate gelten bei bestimmungsgemäßer Anwendung im Allgemeinen als gut verträglich. Dennoch sind einige Punkte zu beachten:
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