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Die Cortisonreduktion bezeichnet die schrittweise Verringerung einer Cortison- oder Corticosteroid-Therapie, um Nebenwirkungen zu minimieren und die körpereigene Hormonproduktion wiederherzustellen.
Die Cortisonreduktion bezeichnet die schrittweise Verringerung einer Cortison- oder Corticosteroid-Therapie, um Nebenwirkungen zu minimieren und die körpereigene Hormonproduktion wiederherzustellen.
Die Cortisonreduktion beschreibt den kontrollierten, schrittweisen Prozess der Dosisverringerung von Cortison oder anderen Corticosteroiden nach einer medikamentösen Behandlung. Corticosteroide wie Prednisolon, Prednison oder Dexamethason werden häufig bei entzündlichen Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und allergischen Reaktionen eingesetzt. Da eine langfristige Einnahme erhebliche Nebenwirkungen verursachen kann und die körpereigene Hormonproduktion der Nebenniere supprimiert, ist eine geregelte Dosisreduzierung medizinisch notwendig.
Bei längerer Einnahme von Corticosteroiden stellt die Nebenniere die eigene Produktion des lebenswichtigen Hormons Cortisol teilweise oder vollständig ein. Wird die Medikation abrupt abgesetzt, kann es zu einem sogenannten Steroidentzugssyndrom oder einer Nebenniereninsuffizienz kommen, da der Körper nicht schnell genug wieder ausreichend Cortisol produzieren kann. Symptome dieses Zustands können sein:
Durch eine langsame, kontrollierte Dosisreduktion wird der Nebenniere ausreichend Zeit gegeben, die eigene Cortisolproduktion schrittweise wieder aufzunehmen.
Die Geschwindigkeit der Cortisonreduktion hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die ursprüngliche Dosis, die Dauer der Therapie, die zugrunde liegende Erkrankung sowie der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten. Es gibt kein einheitliches Schema – jede Reduktion muss individuell mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.
In der Praxis wird die Dosis häufig in regelmäßigen Abständen um einen festgelegten Prozentsatz oder eine bestimmte Milligramm-Menge reduziert. Gängige Vorgehensweisen sind:
Während der Cortisonreduktion sollten regelmäßige Kontrollen beim Arzt erfolgen. Dazu gehören Blutdruckmessungen, Laboruntersuchungen (z.B. Cortisol im Blut oder im 24-Stunden-Urin) sowie die Beobachtung von Zeichen eines Erkrankungsrückfalls oder eines Nebennierenversagens.
Selbst bei korrekter Durchführung kann die Cortisonreduktion mit verschiedenen Beschwerden verbunden sein. Zu den häufigsten zählen:
Patienten sollten unverzüglich einen Arzt aufsuchen, wenn während der Cortisonreduktion folgende Symptome auftreten:
In Stresssituationen (Operationen, schwere Erkrankungen, Verletzungen) ist unter Umständen eine vorübergehende Erhöhung der Cortisonmenge notwendig, da der Körper in diesen Phasen mehr Cortisol benötigt.
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