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Crus ist der lateinische Fachbegriff für den Unterschenkel – den Bereich zwischen Kniegelenk und Sprunggelenk. Er umfasst Tibia und Fibula sowie Muskeln, Gefäße und Nerven.
Crus ist der lateinische Fachbegriff für den Unterschenkel – den Bereich zwischen Kniegelenk und Sprunggelenk. Er umfasst Tibia und Fibula sowie Muskeln, Gefäße und Nerven.
Der Begriff Crus stammt aus dem Lateinischen und bezeichnet in der medizinischen Anatomie den Unterschenkel – also den Abschnitt der unteren Extremität, der sich zwischen dem Kniegelenk (Articulatio genus) und dem oberen Sprunggelenk (Articulatio talocruralis) erstreckt. Das Crus bildet einen zentralen Bestandteil des Bewegungsapparates und ist sowohl für das Gehen als auch für das Stehen und die Stabilisierung des Körpers unverzichtbar.
Das Crus besteht aus mehreren anatomischen Strukturen, die gemeinsam seine Funktion ermöglichen:
Das Crus ist häufig von verschiedenen medizinischen Erkrankungen und Verletzungen betroffen:
Unterschenkelfrakturen – also Brüche von Tibia und/oder Fibula – gehören zu den häufigsten Knochenbrüchen. Sie entstehen häufig durch direkte Gewalteinwirkung, Sturz oder Verdrehungsverletzungen (z. B. beim Sport). Die Behandlung umfasst konservative Maßnahmen (Gips, Schiene) oder chirurgische Versorgung (z. B. Marknagel, Platte).
Beim Kompartmentsyndrom steigt der Druck in einem der Muskellogen des Unterschenkels gefährlich an, häufig nach Trauma oder intensiver Belastung. Dies kann zu Minderdurchblutung, Nervenschäden und im schlimmsten Fall zu dauerhaften Schäden führen. Die Behandlung ist ein medizinischer Notfall: eine sofortige operative Entlastung (Fasziotomie) ist notwendig.
Im Crus verlaufen wichtige Venen (z. B. Vena saphena magna), in denen sich Blutgerinnsel (Thromben) bilden können. Eine tiefe Beinvenenthrombose kann lebensbedrohlich werden, wenn ein Gerinnsel in die Lunge gelangt (Lungenembolie). Symptome sind Schwellung, Wärme, Rötung und Schmerzen im Unterschenkel.
Das Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür) ist eine häufige Komplikation bei chronisch venöser Insuffizienz oder arteriellen Durchblutungsstörungen. Es handelt sich um schlecht heilende Wunden, die vor allem im Bereich der Unterschenkelinnenseite auftreten und einer intensiven Wundversorgung bedürfen.
Eine Schädigung des Nervus fibularis communis – beispielsweise durch Druck, Frakturen oder chirurgische Eingriffe – kann zu einer sogenannten Peroneuslähmung führen. Typisches Zeichen ist der Steppergang: der Patient kann den Fuß nicht mehr aktiv anheben (Fußheberschwäche).
In der medizinischen Diagnostik wird das Crus mit verschiedenen Verfahren untersucht:
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