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Die Darmstuhlanalyse ist eine labormedizinische Untersuchung des Stuhls, die Aufschluss über die Darmgesundheit, Infektionen und Verdauungsstörungen gibt.
Die Darmstuhlanalyse ist eine labormedizinische Untersuchung des Stuhls, die Aufschluss über die Darmgesundheit, Infektionen und Verdauungsstörungen gibt.
Die Darmstuhlanalyse (auch Stuhluntersuchung oder Stuhltest genannt) ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem eine Stuhlprobe im Labor auf verschiedene Parameter untersucht wird. Sie liefert wichtige Informationen über den Zustand des Verdauungstrakts, die Zusammensetzung der Darmflora (Mikrobiom), das Vorhandensein von Krankheitserregern sowie mögliche Entzündungen oder Blutungen im Darm. Die Untersuchung ist schmerzlos und nicht invasiv.
Eine Darmstuhlanalyse wird bei verschiedenen Beschwerden und Erkrankungen angeordnet. Typische Anlässe sind:
Je nach Fragestellung kann eine Darmstuhlanalyse verschiedene Parameter umfassen:
Hierbei wird nach Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten gesucht, die Darminfektionen verursachen können. Dazu gehören z. B. Salmonellen, Campylobacter, Noroviren oder Lamblien.
Calprotectin und Lactoferrin sind Proteine, die bei Entzündungen im Darm erhöht im Stuhl nachweisbar sind. Sie helfen, entzündliche von funktionellen Darmerkrankungen zu unterscheiden.
Der Stuhltest auf okkultes Blut (nicht sichtbares Blut) ist ein wichtiges Instrument zur Früherkennung von Darmkrebs und Darmpolypen. In Deutschland wird dieser Test im Rahmen der gesetzlichen Krebsvorsorge angeboten.
Eine erweiterte Stuhlanalyse kann die Zusammensetzung des Darmmikrobioms bestimmen. Dabei werden nützliche und potenziell schädliche Bakterienstämme quantifiziert, um Dysbiosen (Ungleichgewichte der Darmflora) zu erkennen.
Unverdaute Nahrungsreste oder erhöhte Fettwerte im Stuhl (Steatorrhoe) können auf eine gestörte Verdauungsfunktion oder eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse hinweisen.
Der pH-Wert des Stuhls gibt Hinweise auf Fermentationsprozesse im Darm und kann bei Verdacht auf Laktoseintoleranz oder andere Kohlenhydrat-Malabsorptionen hilfreich sein.
Die Probe wird vom Patienten selbst zu Hause entnommen. Dazu erhält man ein spezielles Probenröhrchen mit einer Entnahmevorrichtung. Die Stuhlprobe sollte nicht mit Toilettenwasser in Kontakt kommen und muss je nach Test innerhalb weniger Stunden oder gekühlt ins Labor gebracht werden. Für einige Untersuchungen sind Proben aus mehreren aufeinanderfolgenden Tagen erforderlich.
Die Auswertung der Darmstuhlanalyse erfolgt durch einen Arzt oder ein spezialisiertes Labor. Auffällige Befunde wie erhöhte Entzündungsmarker, der Nachweis von Krankheitserregern oder ein positiver Hämoccult-Test erfordern in der Regel weitere diagnostische Schritte, z. B. eine Darmspiegelung (Koloskopie). Normale Befunde können funktionelle Ursachen für Beschwerden nahelegen.
Die Darmstuhlanalyse ist eine nicht-invasive, kostengünstige und vielseitige Untersuchungsmethode. Sie eignet sich gut als erster diagnostischer Schritt bei Darmbeschwerden. Allerdings hat sie auch Grenzen: Nicht alle Erkrankungen lassen sich allein durch eine Stuhlanalyse diagnostizieren. Manche Befunde bedürfen der Bestätigung durch bildgebende Verfahren oder endoskopische Untersuchungen.
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