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Der Dehydroepiandrosteronspiegel gibt die Konzentration des Hormons DHEA im Blut an. DHEA ist ein wichtiges Steroidhormon der Nebenniere und beeinflusst Energie, Stimmung und Hormonhaushalt.
Der Dehydroepiandrosteronspiegel gibt die Konzentration des Hormons DHEA im Blut an. DHEA ist ein wichtiges Steroidhormon der Nebenniere und beeinflusst Energie, Stimmung und Hormonhaushalt.
Der Dehydroepiandrosteronspiegel (kurz: DHEA-Spiegel) beschreibt die Konzentration des Hormons Dehydroepiandrosteron (DHEA) im Blut. DHEA ist ein Steroidhormon, das hauptsächlich in der Nebennierenrinde produziert wird. Es gilt als eines der am häufigsten vorkommenden Steroidhormone im menschlichen Körper und dient als Vorläuferhormon (Prohormon) für die Bildung von Sexualhormonen wie Östrogen und Testosteron. Im Labor wird häufig die stabilere Sulfatform DHEA-S (Dehydroepiandrosteronsulfat) gemessen, da diese eine längere Halbwertszeit im Blut aufweist.
DHEA und sein Sulfat DHEA-S erfüllen im Körper vielfältige Funktionen:
Der DHEA-Spiegel ist stark altersabhängig: Er erreicht seinen Höchststand im Alter von etwa 20 bis 30 Jahren und nimmt danach kontinuierlich ab. Mit 70 bis 80 Jahren beträgt der Spiegel nur noch etwa 10 bis 20 Prozent des Jugendwertes. Dieser Rückgang wird als Adrenopause bezeichnet.
Die Referenzwerte für den DHEA-S-Spiegel variieren je nach Alter und Geschlecht. Typische Richtwerte für DHEA-S im Blutserum sind:
Die genauen Referenzbereiche können je nach Labor und Messmethode leicht abweichen. Die Interpretation sollte immer durch einen Arzt oder eine Ärztin im klinischen Kontext erfolgen.
Ein erniedrigter Dehydroepiandrosteronspiegel kann auf folgende Ursachen zurückzuführen sein:
Ein überhöhter DHEA-Spiegel kann hinweisen auf:
Die Bestimmung des Dehydroepiandrosteronspiegels erfolgt über eine einfache Blutuntersuchung. In der Regel wird dabei das Serum auf DHEA-S analysiert, da dieses stabiler ist als freies DHEA. Die Blutentnahme sollte idealerweise morgens und nüchtern erfolgen, da der DHEA-Spiegel tageszeitlichen Schwankungen unterliegen kann. Ergänzend können weitere Hormonspiegel wie Cortisol, FSH, LH, Testosteron oder Östradiol bestimmt werden, um ein vollständiges hormonelles Bild zu erhalten.
Die klinische Bedeutung des DHEA-Spiegels ist Gegenstand laufender Forschung. In der Schulmedizin wird die DHEA-Substitutionstherapie vor allem bei nachgewiesener Nebenniereninsuffizienz eingesetzt. Darüber hinaus wird DHEA in einigen Ländern als Nahrungsergänzungsmittel vermarktet und mit positiven Effekten auf Energie, Libido, Gedächtnis und Immunfunktion beworben. Die wissenschaftliche Evidenz für diese Anwendungen ist jedoch begrenzt und nicht abschließend gesichert.
Bei einem klinisch relevanten Mangel kann eine ärztlich überwachte DHEA-Supplementierung in Betracht gezogen werden. Selbstmedikation ohne ärztliche Kontrolle wird nicht empfohlen, da ein Überschuss an DHEA Nebenwirkungen wie Akne, Haarausfall, Stimmungsschwankungen oder hormonell bedingte Beschwerden verursachen kann.
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