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Demineralisiertes Molkenpulver ist ein verarbeitetes Milchnebenprodukt, dem ein Grossteil der Mineralsalze entzogen wurde. Es wird vor allem in der Saeuglings- und Diaetnahrung eingesetzt.
Demineralisiertes Molkenpulver ist ein verarbeitetes Milchnebenprodukt, dem ein Grossteil der Mineralsalze entzogen wurde. Es wird vor allem in der Saeuglings- und Diaetnahrung eingesetzt.
Demineralisiertes Molkenpulver ist ein getrocknetes Milchnebenprodukt, das bei der Kaese- oder Caseinherstellung als Nebenprodukt anfaellt und anschliessend einem speziellen Entmineralisierungsverfahren unterzogen wird. Dabei werden Mineralsalze wie Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium und Phosphor teilweise oder weitgehend entfernt, um den Mineralstoffgehalt gezielt zu reduzieren. Das Ergebnis ist ein feines, helles Pulver, das reich an Molkenproteinen und Laktose ist, jedoch einen deutlich niedrigeren Mineralstoffgehalt aufweist als unbehandelte Molke.
Der Demineralisierungsgrad wird haeufig in Prozent angegeben (z. B. 40 %, 70 % oder 90 %), wobei ein hoeherer Prozentsatz eine staerkere Reduktion der Mineralstoffe bedeutet. Produkte mit einem Demineralisierungsgrad von 90 % werden vorwiegend in der Saeuglings- und Kleinkindnahrung verwendet, da sie in ihrer Zusammensetzung der Muttermilch naeher kommen als nicht demineralisierte Molke.
Die Herstellung von demineralisiertem Molkenpulver erfolgt in mehreren Schritten:
Demineralisiertes Molkenpulver besteht hauptsaechlich aus folgenden Bestandteilen:
Der bedeutendste Anwendungsbereich von demineralisiertem Molkenpulver ist die Herstellung von Saeuglings- und Folgenahrung. Da Kuhmilch einen deutlich hoeheren Mineralstoffgehalt als Muttermilch aufweist, koennen unbearbeitete Molkeprodukte die empfindlichen Nieren von Neugeborenen ueberlastend belasten. Durch die Demineralisierung wird die Nierenlast (renale Solute Load) reduziert und das Produkt besser an die physiologischen Beduerfnisse von Saeuglingen angepasst.
In der klinischen und diaetetischen Ernaehrung findet demineralisiertes Molkenpulver Verwendung bei Patienten, die ihren Mineralstoff- oder Elektrolytkonsum einschraenken muessen, beispielsweise bei chronischer Nierenerkrankung (CKD) oder bestimmten Stoffwechselerkrankungen. Der reduzierte Phosphor- und Kaliumgehalt kann in solchen Faellen vorteilhaft sein.
Darueber hinaus wird demineralisiertes Molkenpulver in der allgemeinen Lebensmittelverarbeitung als Zutat fuer Backwaren, Suesswaren, Sportnahrungsprodukte und Milchersatzprodukte eingesetzt, da es funktionelle Eigenschaften wie Emulgierung, Schaumbildung und Texturverbesserung mitbringt.
Demineralisiertes Molkenpulver, das in Saeuglings- und Kleinkindnahrung eingesetzt wird, unterliegt strengen lebensmittelrechtlichen Vorschriften. In der Europaeischen Union regelt die Delegierte Verordnung (EU) 2016/127 die Zusammensetzung und Kennzeichnung von Saeuglings- und Folgenahrung. Hersteller muessen sicherstellen, dass Demineralisierungsgrad, Proteingehalt und Reinheit den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
Fuer gesunde Erwachsene gilt demineralisiertes Molkenpulver als sicher. Personen mit einer Laktoseintoleranz oder Kuhmilchallergie sollten das Produkt jedoch meiden, da es Laktose und Molkenproteine enthaelt, die Unvertraeglichkeitsreaktionen ausloesen koennen.
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