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Ein Dendritenfortsatz ist ein verzweigter Ausläufer einer Nervenzelle, der Signale von anderen Neuronen empfängt und zur Zelle weiterleitet.
Ein Dendritenfortsatz ist ein verzweigter Ausläufer einer Nervenzelle, der Signale von anderen Neuronen empfängt und zur Zelle weiterleitet.
Ein Dendritenfortsatz ist ein baumförmig verzweigter Zellfortsatz einer Nervenzelle (Neuron). Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort dendron ab, was Baum bedeutet. Dendriten bilden gemeinsam mit dem Zellkörper (Soma) und dem Axon die drei Hauptbestandteile eines Neurons. Ihre primäre Aufgabe besteht darin, eingehende Signale von benachbarten Nervenzellen oder Sinneszellen aufzunehmen und an den Zellkörper weiterzuleiten.
Dendritenfortsätze wachsen direkt aus dem Zellkörper des Neurons heraus und verzweigen sich mehrfach, wodurch eine charakteristische baumähnliche Struktur entsteht. Auf ihrer Oberfläche befinden sich zahlreiche kleine Ausstülpungen, die sogenannten Dornen (Dendritic Spines). Diese Dornen vergrößern die Oberfläche des Dendriten erheblich und bilden den Ort, an dem synaptische Verbindungen (Synapsen) mit anderen Neuronen geknüpft werden.
Dendritenfortsätze empfangen elektrochemische Signale in Form von Neurotransmittern, die von der vorgeschalteten Nervenzelle an der Synapse ausgeschüttet werden. Diese chemischen Botenstoffe binden an spezifische Rezeptoren auf der Oberfläche des Dendriten und lösen dort elektrische Potenzialänderungen aus, sogenannte postsynaptische Potenziale. Diese Potenziale werden entlang des Dendriten zum Zellkörper geleitet, wo sie summiert werden. Erreicht die Summe einen bestimmten Schwellenwert, wird ein Aktionspotenzial ausgelöst, das über das Axon an die nächste Nervenzelle weitergegeben wird.
Dendritenfortsätze können sowohl erregende (exzitatorische) als auch hemmende (inhibitorische) Signale empfangen, wodurch eine feine Regulation der neuronalen Aktivität ermöglicht wird.
Ein besonders wichtiges Merkmal von Dendritenfortsätzen ist ihre strukturelle Plastizität. Das bedeutet, dass sich Form, Anzahl und Größe der dendritischen Dornen in Abhängigkeit von Lernprozessen, Erfahrungen und der Häufigkeit synaptischer Aktivität verändern können. Dieser Mechanismus gilt als zelluläre Grundlage für Lernen und Gedächtnis.
Veränderungen an Dendritenfortsätzen spielen bei zahlreichen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen eine wichtige Rolle:
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