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Die Diaphragmahernie ist ein Zwerchfelldurchbruch, bei dem Bauchorgane in den Brustraum verlagert werden. Sie kann angeboren oder erworben sein und erfordert oft eine chirurgische Behandlung.
Die Diaphragmahernie ist ein Zwerchfelldurchbruch, bei dem Bauchorgane in den Brustraum verlagert werden. Sie kann angeboren oder erworben sein und erfordert oft eine chirurgische Behandlung.
Die Diaphragmahernie (auch Zwerchfellhernie genannt) ist eine Erkrankung, bei der es zu einem Defekt oder einer Lücke im Zwerchfell kommt – dem muskulären Trenngewebe zwischen Brust- und Bauchraum. Durch diese Lücke können Bauchorgane wie Magen, Darm, Milz oder Leber in den Brustraum (Thorax) eindringen und die dort liegenden Organe, insbesondere die Lunge, verdrängen oder zusammendrücken.
Je nach Ursache und Lokalisation unterscheidet man verschiedene Formen der Diaphragmahernie. Sie kann angeboren (kongenital) oder im Laufe des Lebens erworben sein.
Die kongenitale Diaphragmahernie entsteht bereits in der Embryonalentwicklung durch eine unvollständige Ausbildung des Zwerchfells. Sie tritt mit einer Häufigkeit von etwa 1:2.500 bis 1:5.000 Geburten auf und gilt als ernstzunehmende Fehlbildung. Die häufigste Form ist die Bochdalek-Hernie (posterolateraler Defekt, meist linksseitig). Seltener ist die Morgagni-Hernie (anteriorer Defekt).
Erworbene Formen entstehen durch äußere Einwirkungen wie Traumata (z. B. Verkehrsunfälle, Stichverletzungen), starken Druckanstieg im Bauchraum oder postoperative Komplikationen. Eine häufige erworbene Form ist die Hiatushernie, bei der ein Teil des Magens durch den Speiserohrenschlitz (Hiatus oesophageus) in den Brustraum gleitet.
Die Diagnose einer Diaphragmahernie erfolgt je nach Form und Alter des Patienten durch verschiedene Methoden:
Die Behandlung der kongenitalen Diaphragmahernie ist eine medizinische Notfallsituation und erfolgt in spezialisierten neonatologischen und kinderchirurgischen Zentren. Zunächst wird das Neugeborene stabilisiert, beatmet und intensivmedizinisch versorgt. In einigen Fällen wird eine ECMO (extrakorporale Membranoxygenierung) eingesetzt, um die Lungen zu entlasten. Die chirurgische Korrektur erfolgt nach Stabilisierung des Patienten: Der Zwerchfelldefekt wird entweder direkt verschlossen oder mit einem Kunststoffflicken (Patch-Repair) gedeckt.
Traumatische Zwerchfellhernien werden operativ versorgt, oft minimalinvasiv (laparoskopisch oder thorakoskopisch). Bei der Hiatushernie hängt die Behandlung vom Schweregrad ab:
Die Prognose hängt stark von der Form und dem Schweregrad der Hernie ab. Bei der kongenitalen Diaphragmahernie ist die Sterblichkeitsrate trotz moderner Intensivmedizin noch immer erhöht, vor allem aufgrund der begleitenden Lungenhypoplasie (unterentwickelte Lungen). Bei erworbenen Formen ist die Prognose nach chirurgischer Versorgung in der Regel gut.
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