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Die Doppelbildtherapie behandelt Doppeltsehen (Diplopie), bei dem Betroffene einen Gegenstand als zwei Bilder wahrnehmen. Gezielte Übungen und optische Hilfsmittel helfen, das Sehen zu verbessern.
Die Doppelbildtherapie behandelt Doppeltsehen (Diplopie), bei dem Betroffene einen Gegenstand als zwei Bilder wahrnehmen. Gezielte Übungen und optische Hilfsmittel helfen, das Sehen zu verbessern.
Die Doppelbildtherapie ist ein therapeutisches Verfahren, das zur Behandlung von Doppeltsehen (medizinisch: Diplopie) eingesetzt wird. Beim Doppeltsehen nehmen Betroffene einen einzelnen Gegenstand als zwei Bilder wahr, weil die Augen nicht mehr richtig zusammenarbeiten. Die Therapie zielt darauf ab, die Ursache des Doppeltsehens zu beheben oder die Auswirkungen so weit wie möglich zu reduzieren, damit die Lebensqualität der Betroffenen verbessert wird.
Doppelbilder entstehen, wenn die Ausrichtung der beiden Augen gestört ist und das Gehirn die unterschiedlichen Bilder nicht zu einem einzigen verschmelzen kann. Mögliche Ursachen sind:
Vor Beginn der Doppelbildtherapie erfolgt eine gründliche ophthalmologische und neurologische Untersuchung. Dabei werden folgende Methoden eingesetzt:
Eine der wichtigsten konservativen Methoden ist die Versorgung mit Prismenbrillen. Prismen lenken das einfallende Licht so um, dass die Bilder beider Augen wieder zur Deckung gebracht werden. Dies kann als Folienprisma (Fresnel-Prisma) oder als eingeschliffenes Prisma in die Brillengläser erfolgen. Die Prismenkorrektur bietet schnelle Linderung, behandelt jedoch nicht die Grundursache.
Die Orthoptik ist ein Teilgebiet der Augenheilkunde, das sich mit Schielerkrankungen und Augenbewegungsstörungen befasst. Orthoptistinnen und Orthoptisten leiten Betroffene zu gezielten Augenmuskelübungen an, die die Zusammenarbeit beider Augen (Binokularsehen) fördern. Dazu gehören:
Bei akutem oder vorübergehendem Doppeltsehen kann das Abdecken eines Auges mit einer Okklusionsfolie oder Augenklappe sofortige Erleichterung verschaffen. Diese Methode unterdrückt das störende zweite Bild, fördert jedoch nicht das beidäugige Sehen und wird daher meist nur kurzfristig eingesetzt.
Bei bestimmten Augenmuskelfehlstellungen kann die Injektion von Botulinumtoxin (Botox) in den betroffenen Augenmuskel eine vorübergehende Lähmung bewirken und so die Augenstellung korrigieren. Diese Methode wird insbesondere eingesetzt, wenn eine Operation noch nicht sinnvoll ist oder als Vorbereitung auf einen chirurgischen Eingriff.
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, kann ein chirurgischer Eingriff an den Augenmuskeln (Schieloperation) notwendig sein. Dabei werden Augenmuskeln verkürzt, verlängert oder versetzt, um die Augenstellung dauerhaft zu korrigieren. Die Operation erfolgt in der Regel unter Vollnarkose und ist ein routinemäßiger Eingriff in der Augenheilkunde.
Ist das Doppeltsehen Folge einer Grunderkrankung (z. B. Diabetes, Schilddrüsenerkrankung, Myasthenia gravis), steht die Therapie der Ursache im Vordergrund. Oft bessern sich die Doppelbilder, wenn die auslösende Erkrankung erfolgreich behandelt wird.
Der Verlauf der Doppelbildtherapie hängt stark von der zugrunde liegenden Ursache ab. Viele Fälle von Diplopie, die durch einen Schlaganfall oder eine Hirnnervenlähmung ausgelöst wurden, verbessern sich innerhalb von Wochen bis Monaten spontan. Bei dauerhaften Fehlstellungen kann durch operative oder optische Therapie in den meisten Fällen eine deutliche Besserung oder Beschwerdefreiheit erreicht werden. Eine regelmäßige Verlaufskontrolle durch Augenarzt oder Orthoptist ist wichtig.
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