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Der Eisprungkalender hilft Frauen, ihren Zyklus zu verfolgen und den fruchtbaren Zeitraum zu ermitteln. Er wird zur Familienplanung und zur natuerlichen Verhuetung genutzt.
Der Eisprungkalender hilft Frauen, ihren Zyklus zu verfolgen und den fruchtbaren Zeitraum zu ermitteln. Er wird zur Familienplanung und zur natuerlichen Verhuetung genutzt.
Ein Eisprungkalender ist ein Hilfsmittel zur Bestimmung des Eisprungs (Ovulation) und der fruchtbaren Tage im weiblichen Zyklus. Er basiert auf der Beobachtung und Aufzeichnung des Menstruationszyklus, um den Zeitpunkt des Eisprungs moeglichst genau vorherzusagen. Der Eisprungkalender wird sowohl zur Familienplanung – also zum gezielten Erhoehen der Schwangerschaftschancen – als auch zur natuerlichen Verhuetung (Methode der natuerlichen Familienplanung, NFP) eingesetzt.
Der weibliche Zyklus dauert durchschnittlich 28 Tage, kann aber je nach Frau zwischen 21 und 35 Tagen variieren. Der Eisprung findet in der Regel etwa 14 Tage vor der naechsten Periode statt. Ein Eisprungkalender hilft dabei, diesen Zeitpunkt anhand der Zykluslaenge zu berechnen.
Um die fruchtbaren Tage zu ermitteln, werden folgende Schritte empfohlen:
Die fruchtbaren Tage umfassen in der Regel den Zeitraum von etwa 5 Tagen vor dem Eisprung bis 1-2 Tage danach, da Spermien im weiblichen Koerper mehrere Tage ueberleben koennen.
Neben dem reinen Kalender gibt es ergaenzende Methoden, die die Genauigkeit der Eisprungbestimmung verbessern:
Der Eisprungkalender ist eine einfache und kostenguenstige Methode, hat aber Einschraenkungen. Bei unregelmaessigen Zyklen ist die Vorhersage des Eisprungs weniger zuverlaessig. Als alleinige Verhuetungsmethode ist er daher nicht sehr sicher – der Pearl-Index (Masszahl fuer die Verhuetungssicherheit) liegt bei der Kalender-Methode allein bei etwa 9, was bedeutet, dass von 100 Frauen, die diese Methode ein Jahr lang anwenden, etwa 9 ungewollt schwanger werden.
In Kombination mit der Basaltemperaturmessung und der Zervixschleim-Beobachtung (sogenannte Symptothermale Methode) steigt die Zuverlaessigkeit deutlich an.
Heute stehen zahlreiche Apps und digitale Eisprungkalender zur Verfuegung, die die Zyklusdaten automatisch auswerten und den voraussichtlichen Eisprung sowie die fruchtbaren Tage anzeigen. Diese Apps koennen die Eingabe von Zusatzdaten wie Temperatur oder Zervixschleim ermoeglichen und dadurch genauere Vorhersagen treffen. Bekannte Beispiele sind Apps wie Clue, Ovy oder Natural Cycles.
Wenn eine Schwangerschaft trotz gezielter Versuche ueber laengere Zeit (mehr als 12 Monate bei Frauen unter 35 Jahren, mehr als 6 Monate ab 35 Jahren) nicht eintritt, sollte ein Arzt oder eine Aerztin aufgesucht werden. Auch bei sehr unregelmaessigen Zyklen oder ausbleibendem Eisprung (Anovulation) ist eine medizinische Abklaerung empfehlenswert.
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