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Die Epilepsiechirurgie ist ein operatives Verfahren zur Behandlung schwerer Epilepsien, bei denen Medikamente nicht ausreichend wirken. Ziel ist die Reduktion oder vollständige Beseitigung von Anfällen.
Die Epilepsiechirurgie ist ein operatives Verfahren zur Behandlung schwerer Epilepsien, bei denen Medikamente nicht ausreichend wirken. Ziel ist die Reduktion oder vollständige Beseitigung von Anfällen.
Die Epilepsiechirurgie bezeichnet eine Gruppe neurochirurgischer Eingriffe, die bei Patientinnen und Patienten mit schwer behandelbarer Epilepsie eingesetzt werden. Ziel dieser Verfahren ist es, die Anfallsfrequenz deutlich zu reduzieren oder die Anfälle vollständig zu beseitigen. Sie kommt vor allem dann infrage, wenn zwei oder mehr geeignete Antiepileptika in ausreichender Dosierung keine zufriedenstellende Anfallskontrolle erreicht haben – man spricht dann von einer pharmakoresistenten Epilepsie.
Die wichtigste Voraussetzung für einen epilepsiechirurgischen Eingriff ist der Nachweis eines klar abgrenzbaren epileptogenen Fokus, also einer umschriebenen Hirnregion, von der die Anfälle ausgehen. Typische Kandidaten sind Patientinnen und Patienten mit:
Vor einer Operation wird eine umfassende prächirurgische Diagnostik durchgeführt. Diese umfasst mehrere spezialisierte Untersuchungen, um den epileptogenen Fokus genau zu lokalisieren und sicherzustellen, dass der Eingriff keine wesentlichen neurologischen Funktionen beeinträchtigt:
Bei resezierenden Eingriffen wird das anfallsauslösende Hirngewebe chirurgisch entfernt. Das häufigste Verfahren ist die anteriore Temporallappenresektion mit oder ohne Amygdalohippokampektomie. Weitere resezierende Eingriffe umfassen:
Bei diesen Verfahren werden Nervenfaserverbindungen durchtrennt, ohne Gewebe zu entfernen. Ein Beispiel ist die Kallosotomie (Durchtrennung des Balkens), die bei schwer behandelbaren Sturzanfällen (atonischen Anfällen) eingesetzt wird.
Wenn eine Resektion nicht möglich ist, kommen neuromodulative Verfahren infrage:
Die Ergebnisse der Epilepsiechirurgie hängen stark vom Eingriff und der zugrunde liegenden Ursache ab. Bei der anterioren Temporallappenresektion werden bei 60–80 % der Patientinnen und Patienten vollständige Anfallsfreiheit oder eine sehr deutliche Anfallsreduktion erreicht. Allgemein gilt: Je klarer der epileptogene Fokus lokalisiert und je umschriebener die Veränderung ist, desto besser sind die Erfolgsaussichten.
Wie jeder neurochirurgische Eingriff birgt die Epilepsiechirurgie Risiken. Mögliche Komplikationen sind:
Die Risiken werden im Rahmen des prächirurgischen Evaluierungsprozesses sorgfältig gegen den erwarteten Nutzen abgewogen.
Nach einem epilepsiechirurgischen Eingriff bleiben die meisten Patientinnen und Patienten zunächst weiter auf antiepileptische Medikamente angewiesen. Je nach Verlauf kann die Medikation über einen Zeitraum von mehreren Jahren schrittweise reduziert oder abgesetzt werden. Regelmäßige neurologische Kontrollen sowie neuropsychologische Verlaufsuntersuchungen sind Bestandteil der Nachsorge.
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