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Das Erythrozytenkonzentrat ist ein Blutprodukt, das rote Blutkörperchen enthält und bei Blutarmut oder starkem Blutverlust transfundiert wird.
Das Erythrozytenkonzentrat ist ein Blutprodukt, das rote Blutkörperchen enthält und bei Blutarmut oder starkem Blutverlust transfundiert wird.
Ein Erythrozytenkonzentrat (EK) ist ein Blutprodukt, das aus gespendetem Vollblut gewonnen wird. Es enthält hauptsächlich rote Blutkörperchen (Erythrozyten), die für den Sauerstofftransport im Körper verantwortlich sind. Plasma und Blutplättchen werden bei der Herstellung weitgehend abgetrennt. Erythrozytenkonzentrate gehören zu den am häufigsten eingesetzten Blutprodukten in der klinischen Medizin.
Die Herstellung erfolgt durch Zentrifugation von Vollblut, das von freiwilligen Spendern entnommen wurde. Dabei werden die roten Blutkörperchen von Plasma und Leukozyten (weißen Blutkörperchen) getrennt. In Deutschland werden Erythrozytenkonzentrate routinemäßig leukozytendepletiert, das heißt, die weißen Blutkörperchen werden durch spezielle Filter entfernt, um Transfusionsreaktionen zu minimieren. Das Volumen eines Standard-EK beträgt etwa 250 bis 350 ml. Die Lagerung erfolgt bei 2 bis 6 Grad Celsius und ist bis zu 42 Tage möglich.
Ein Erythrozytenkonzentrat wird eingesetzt, wenn der Körper nicht ausreichend Sauerstoff transportieren kann, weil zu wenige oder zu wenig funktionstüchtige rote Blutkörperchen vorhanden sind. Typische Indikationen sind:
Die Entscheidung zur Transfusion richtet sich nach dem Hämoglobinwert (Hb-Wert) im Blut sowie nach dem klinischen Zustand des Patienten. Laut aktuellen Leitlinien wird bei einem Hb-Wert unter 7 g/dl eine Transfusion in der Regel empfohlen.
Rote Blutkörperchen enthalten Hämoglobin, ein eisenhaltiges Protein, das Sauerstoff aus der Lunge aufnimmt und in alle Gewebe des Körpers transportiert. Durch die Transfusion eines Erythrozytenkonzentrats wird die Sauerstofftransportkapazität des Blutes rasch erhöht. Dies kann lebensrettend sein, zum Beispiel bei schwerem Blutverlust, und lindert bei chronischer Anämie Symptome wie Erschöpfung, Atemnot und Schwindel.
Vor jeder Transfusion ist eine Blutgruppenbestimmung und ein Kreuztest (Kompatibilitätstest) erforderlich, um sicherzustellen, dass das Blutprodukt mit dem Empfänger verträglich ist. Die Transfusion erfolgt intravenös über einen peripheren oder zentralen Venenkatheter und dauert in der Regel 60 bis 120 Minuten pro Einheit. Während der Transfusion werden Vitalzeichen wie Blutdruck, Puls und Temperatur überwacht.
Erythrozytenkonzentrate sind sehr sicher, dennoch können Nebenwirkungen auftreten:
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