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Exposition bezeichnet in der Medizin den Kontakt eines Organismus mit einem Krankheitserreger, Schadstoff oder einer schädlichen Substanz. Sie ist ein zentraler Begriff in Epidemiologie und Prävention.
Exposition bezeichnet in der Medizin den Kontakt eines Organismus mit einem Krankheitserreger, Schadstoff oder einer schädlichen Substanz. Sie ist ein zentraler Begriff in Epidemiologie und Prävention.
Der Begriff Exposition stammt aus dem Lateinischen (exponere = aussetzen) und bezeichnet in der Medizin und Gesundheitswissenschaft den Kontakt oder die Aussetzung eines Menschen oder Organismus gegenüber einem potenziell schädlichen Faktor. Dieser Faktor kann ein Krankheitserreger (z. B. Virus, Bakterium), ein chemischer Stoff, eine Strahlung, ein Allergen oder ein anderer Umwelteinfluß sein.
Die Exposition ist ein Schlüsselkonzept in der Epidemiologie, der Toxikologie, der Infektiologie und der Arbeitsmedizin. Sie beschreibt nicht nur, ob ein Kontakt stattgefunden hat, sondern auch wie intensiv, wie lange und wie häufig dieser Kontakt war.
Die Art und Weise, wie ein Stoff oder Erreger in den Körper gelangt, wird als Expositionspfad bezeichnet. Die wichtigsten Pfade sind:
In der Toxikologie gilt das Prinzip: "Die Dosis macht das Gift" (Paracelsus). Das bedeutet, daß die gesundheitliche Wirkung einer Exposition maßgeblich von der aufgenommenen Menge (Dosis) und der Dauer des Kontakts abhängt. Man unterscheidet:
In der Epidemiologie wird die Exposition genutzt, um Zusammenhänge zwischen bestimmten Risikofaktoren und dem Auftreten von Erkrankungen zu untersuchen. Studien vergleichen dabei häufig exponierte Personen (z. B. Raucher) mit nicht-exponierten Personen (z. B. Nichtraucher), um Kausalitäten und Risiken zu ermitteln.
Typische Studiendesigns, die Exposition untersuchen:
Die Vermeidung oder Reduktion von Expositionen ist ein zentrales Ziel der Präventivmedizin. Maßnahmen umfassen:
Ein besonderer Einsatz des Begriffs findet sich in der Verhaltenstherapie: Die Expositionstherapie (auch Konfrontationstherapie genannt) ist eine bewährte Methode zur Behandlung von Angststörungen, Phobien und Zwangsstörungen. Dabei werden Betroffene schrittweise und kontrolliert mit dem angstauslösenden Reiz konfrontiert, um die Angstreaktion zu verringern.
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