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Ein Facharzt für Nuklearmedizin ist spezialisiert auf den diagnostischen und therapeutischen Einsatz radioaktiver Substanzen. Das Fachgebiet umfasst bildgebende Verfahren wie PET und Szintigraphie.
Ein Facharzt für Nuklearmedizin ist spezialisiert auf den diagnostischen und therapeutischen Einsatz radioaktiver Substanzen. Das Fachgebiet umfasst bildgebende Verfahren wie PET und Szintigraphie.
Ein Facharzt für Nuklearmedizin ist ein Mediziner, der sich auf den Einsatz radioaktiver Substanzen – sogenannter Radionuklide – zur Diagnose und Behandlung von Erkrankungen spezialisiert hat. Das Fachgebiet verbindet Kenntnisse aus der Physik, Chemie, Biologie und Medizin und ist ein zentraler Bestandteil der modernen Hochleistungsmedizin.
Nach dem Medizinstudium absolvieren angehende Nuklearmediziner eine mehrjährige Facharztausbildung, in der sie die spezifischen Techniken, Geräte und Strahlenschutzmaßnahmen des Fachgebiets erlernen. In Deutschland dauert die Weiterbildung zum Facharzt für Nuklearmedizin in der Regel fünf Jahre.
Der Facharzt für Nuklearmedizin ist sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie tätig. Die wichtigsten Tätigkeitsbereiche umfassen:
Bei der Szintigraphie wird dem Patienten eine schwach radioaktiv markierte Substanz (Radiotracer) verabreicht, die sich in einem bestimmten Organ oder Gewebe anreichert. Eine spezielle Kamera – die Gammakamera – misst die abgegebene Strahlung und erstellt ein funktionelles Bild des Organs. Typische Anwendungen sind Schilddrüsen-, Knochen-, Nieren- und Herzszintigraphie.
Die Positronen-Emissionstomographie (PET) ist ein hochempfindliches bildgebendes Verfahren, das Stoffwechselprozesse im Körper sichtbar macht. In Kombination mit der Computertomographie (PET-CT) liefert sie sowohl funktionelle als auch anatomische Informationen. Besonders in der Onkologie (Krebsdiagnostik), Neurologie und Kardiologie hat die PET-CT einen hohen Stellenwert.
Die SPECT ist eine Weiterentwicklung der konventionellen Szintigraphie und ermöglicht dreidimensionale Schnittbilder. Sie wird häufig in der Diagnostik von Herzerkrankungen, Hirnerkrankungen und Knochenerkrankungen eingesetzt.
Die Radioiodtherapie ist eine bewährte Behandlungsmethode bei Schilddrüsenerkrankungen, insbesondere bei der Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), bei gutartigen Schilddrüsenvergrößerungen (Struma) sowie bei differenziertem Schilddrüsenkarzinom. Radioaktives Jod (Jod-131) wird geschluckt, reichert sich selektiv im Schilddrüsengewebe an und zerstört dieses gezielt durch seine Strahlenwirkung.
Die PSMA-Therapie (Lutetium-177-PSMA) ist eine innovative Behandlung für Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom. Ein radioaktiv markiertes Molekül bindet spezifisch an das prostataspezifische Membranantigen (PSMA) auf Krebszellen und bestrahlt diese gezielt von innen.
Weitere Anwendungsgebiete der Radionuklidtherapie umfassen die Behandlung von neuroendokrinen Tumoren mittels PRRT (Peptid-Rezeptor-Radionuklidtherapie), die Behandlung von Knochenmetastasen sowie verschiedene palliative Therapieansätze.
In der Regel wird ein Patient nicht direkt zum Nuklearmediziner überwiesen, sondern auf Empfehlung eines anderen Facharztes. Typische Überweisungsgründe sind:
Der Weg zum Facharzt für Nuklearmedizin beginnt mit einem abgeschlossenen Medizinstudium und der Approbation als Arzt. Anschließend folgt eine mindestens fünfjährige Facharztweiterbildung an einer anerkannten Weiterbildungsstätte. Inhalte der Weiterbildung sind unter anderem:
Die Facharztprüfung wird vor der zuständigen Ärztekammer abgelegt.
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