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Der Folsäurestatus beschreibt die Versorgung des Körpers mit Folsäure (Vitamin B9). Er wird über Blutuntersuchungen bestimmt und ist besonders in der Schwangerschaft bedeutsam.
Der Folsäurestatus beschreibt die Versorgung des Körpers mit Folsäure (Vitamin B9). Er wird über Blutuntersuchungen bestimmt und ist besonders in der Schwangerschaft bedeutsam.
Der Folsäurestatus beschreibt, wie gut der menschliche Körper mit Folsäure – auch bekannt als Folat oder Vitamin B9 – versorgt ist. Folsäure ist ein wasserlösliches B-Vitamin, das für zahlreiche lebenswichtige Körperfunktionen benötigt wird. Die Bestimmung des Folsäurestatus erfolgt in der Regel über eine Blutuntersuchung, bei der der Folatspiegel im Serum oder in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) gemessen wird.
Folsäure übernimmt im Körper zentrale Aufgaben:
Die Beurteilung des Folsäurestatus erfolgt anhand gemessener Blutwerte:
Werte unterhalb dieser Referenzbereiche können auf einen Folatmangel hinweisen, während sehr hohe Werte bei übermäßiger Supplementierung auftreten können.
Ein niedriger Folsäurestatus kann durch verschiedene Faktoren entstehen:
Sehr hohe Folatspiegel entstehen fast ausschließlich durch hochdosierte Supplementierung. Eine Überversorgung über die Nahrung allein ist praktisch nicht möglich.
Ein unzureichender Folsäurestatus kann folgende Beschwerden verursachen:
Bestimmte Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko für einen schlechten Folsäurestatus:
Der Folsäurestatus wird durch eine Blutuntersuchung beim Arzt bestimmt. Dabei können sowohl der Serum-Folatwert als auch der Erythrozyten-Folatwert gemessen werden. Ergänzend kann der Homocysteinspiegel bestimmt werden, da erhöhte Homocysteinwerte häufig mit einem Folatmangel einhergehen.
Folat kommt natürlicherweise in vielen Lebensmitteln vor:
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 300 µg Folat-Äquivalenten. Für Schwangere erhöht sich der Bedarf auf 550 µg täglich, für Stillende auf 450 µg.
Bei nachgewiesenem Mangel oder erhöhtem Bedarf empfehlen Ärzte in der Regel die Einnahme von Folsäurepräparaten. Besonders wichtig ist die Supplementierung für Frauen, die schwanger werden möchten: Die DGE empfiehlt, mindestens 4 Wochen vor der Konzeption und während des ersten Schwangerschaftsdrittels täglich 400 µg synthetische Folsäure als Supplement einzunehmen. Personen mit dem MTHFR-Polymorphismus profitieren möglicherweise eher von der aktiven Form 5-Methyltetrahydrofolat (5-MTHF).
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