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Gangrän bezeichnet das Absterben von Körpergewebe infolge einer unzureichenden Blutversorgung oder bakteriellen Infektion. Sie tritt häufig an den Extremitäten auf.
Gangrän bezeichnet das Absterben von Körpergewebe infolge einer unzureichenden Blutversorgung oder bakteriellen Infektion. Sie tritt häufig an den Extremitäten auf.
Gangrän (auch: Gewebsnekrose durch Durchblutungsstörung) bezeichnet das Absterben von Körpergewebe, das durch eine anhaltend unzureichende Blutversorgung (Ischämie) oder durch eine schwere bakterielle Infektion verursacht wird. Das betroffene Gewebe wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und stirbt ab. Gangrän tritt am häufigsten an den Füßen, Zehen, Fingern und anderen Extremitäten auf, kann jedoch auch innere Organe betreffen.
Die wichtigsten Ursachen von Gangrän lassen sich in zwei Hauptkategorien einteilen:
Weitere Risikofaktoren sind:
Bei der trockenen Gangrän trocknet das abgestorbene Gewebe langsam aus und mumifiziert. Sie entsteht meist durch chronische Durchblutungsstörungen und ist in der Regel weniger akut als andere Formen. Die Haut verfärbt sich schwarz oder dunkelbraun.
Die feuchte Gangrän entsteht, wenn das abgestorbene Gewebe zusätzlich von Bakterien besiedelt wird. Es kommt zu Fäulnis, Schwellung und einem unangenehmen Geruch. Diese Form ist lebensbedrohlich, da sich die Infektion rasch ausbreiten kann.
Die Gasgangrän ist eine besonders schwere, lebensbedrohliche Form. Sie wird durch anaerobe Bakterien (vor allem Clostridium perfringens) verursacht, die Gasblasen im Gewebe produzieren. Sie entwickelt sich sehr schnell und erfordert sofortige medizinische Behandlung.
Eine seltene, aber gefährliche Form ist die Fournier-Gangrän, eine nekrotisierende Fasziitis im Genitalbereich, die durch mehrere Bakterienarten gleichzeitig verursacht wird.
Die Symptome einer Gangrän hängen von der Form und dem betroffenen Gewebe ab. Typische Anzeichen sind:
Die Diagnose einer Gangrän erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren:
Die Behandlung von Gangrän muss rasch erfolgen und richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad:
In den meisten Fällen ist eine operative Entfernung des abgestorbenen Gewebes (Debridement oder Nekrosektomie) notwendig. In schweren Fällen kann eine Amputation der betroffenen Extremität unumgänglich sein, um eine lebensbedrohliche Ausbreitung der Infektion zu verhindern.
Bei infektiöser Gangrän werden intravenöse Antibiotika eingesetzt, um die bakterielle Infektion zu bekämpfen. Die Wahl des Antibiotikums richtet sich nach dem identifizierten Erreger.
Liegt eine Durchblutungsstörung zugrunde, können gefäßchirurgische Eingriffe wie eine Bypass-Operation oder eine Ballondilatation (Angioplastie) die Blutversorgung wiederherstellen.
Die hyperbare Sauerstofftherapie (Behandlung in einer Überdruckkammer) kann bei bestimmten Formen der Gangrän ergänzend eingesetzt werden, um die Sauerstoffversorgung des Gewebes zu verbessern und das Wachstum anaerober Bakterien zu hemmen.
Vorbeugend können folgende Maßnahmen das Risiko einer Gangrän senken:
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