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Eine Gelenkinjektion ist ein medizinischer Eingriff, bei dem Medikamente direkt in ein Gelenk gespritzt werden, um Schmerzen zu lindern und Entzündungen zu behandeln.
Eine Gelenkinjektion ist ein medizinischer Eingriff, bei dem Medikamente direkt in ein Gelenk gespritzt werden, um Schmerzen zu lindern und Entzündungen zu behandeln.
Eine Gelenkinjektion ist ein minimalinvasiver medizinischer Eingriff, bei dem ein Arzt eine Substanz gezielt in den Gelenkraum injiziert. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, Entzündungen zu hemmen oder die Gelenkfunktion zu verbessern. Gelenkinjektionen werden häufig bei Erkrankungen wie Arthrose, rheumatoider Arthritis, Bursitis oder nach Sportverletzungen eingesetzt.
Gelenkinjektionen kommen bei einer Vielzahl von Beschwerden und Erkrankungen zum Einsatz:
Arthrose (degenerative Gelenkerkrankung)
Rheumatoide Arthritis und andere entzündliche Gelenkerkrankungen
Bursitis (Schleimbeutelentzündung)
Schulterimpingement und Rotatorenmanschettenprobleme
Tennisarm (Epicondylitis lateralis)
Kniegelenkprobleme und Meniskusreizungen
Akute Sportverletzungen mit Gelenkentzündungen
Die häufigste Form der Gelenkinjektion ist die Injektion von Kortikosteroiden (auch Kortison genannt). Diese synthetischen Hormone wirken stark entzündungshemmend und können Schmerzen rasch und effektiv lindern. Die Wirkung hält in der Regel einige Wochen bis Monate an.
Bei der Hyaluronsäure-Injektion wird eine gelenkschmierende Substanz in das betroffene Gelenk eingebracht. Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und verbessert die Viskosität (Zähigkeit) der Gelenkschmiere. Diese Therapie wird vor allem bei Arthrose im Kniegelenk eingesetzt gemeinsam mit oralen Gelenk Komplexen.
PRP-Injektionen verwenden aufbereitetes Blutplasma des Patienten, das mit Wachstumsfaktoren angereichert ist. Diese Faktoren sollen die Regeneration von Knorpel und Gewebe anregen. Die wissenschaftliche Evidenz ist noch im Wachsen, zeigt jedoch vielversprechende Ergebnisse.
Manchmal werden Lokalanästhetika allein oder in Kombination mit Kortikosteroiden injiziert, um sofortige Schmerzlinderung zu erzielen. Sie blockieren die Schmerzweiterleitung vorübergehend und ermöglichen eine schnelle Mobilisierung des Gelenks.
Der Eingriff wird unter sterilen Bedingungen durchgeführt. Zunächst wird die Haut im Bereich des betroffenen Gelenks desinfiziert. Der Arzt führt anschließend eine dünne Nadel in den Gelenkspalt ein. Zur genauen Positionierung der Nadel kann eine Ultraschallsteuerung oder ein Röntgenbild (Fluoroskopie) eingesetzt werden. Der gesamte Eingriff dauert in der Regel nur wenige Minuten und ist ambulant durchführbar.
Gelenkinjektionen sind in der Regel gut verträglich, können jedoch in seltenen Fällen Nebenwirkungen verursachen:
Vorübergehende Schmerzzunahme direkt nach der Injektion
Rötung, Schwellung oder Wärme im Gelenkbereich
Infektionsrisiko (sehr selten bei aseptischer Technik)
Bei häufigen Kortikosteroid-Injektionen: Knorpelschäden, Hautatrophie, Blutzuckeranstieg bei Diabetikern
Allergische Reaktionen auf das injizierte Mittel (sehr selten)
Die Anzahl der Injektionen pro Gelenk sollte begrenzt werden. Medizinische Leitlinien empfehlen bei Kortikosteroid-Injektionen in der Regel nicht mehr als drei bis vier Injektionen pro Jahr in dasselbe Gelenk, um Knorpelschäden zu vermeiden. Der behandelnde Arzt entscheidet individuell über die geeignete Therapie und Häufigkeit.
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) - Leitlinien zur Behandlung von Gelenkerkrankungen (2022)
Wehling, P. et al. - Intraartikuläre Therapie: Grundlagen und klinische Anwendung. Thieme Verlag (2020)
Arden NK et al. - Intra-articular glucocorticoid injections in the management of knee osteoarthritis: clinical evidence and strategies for treatment. PubMed (2021)
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